Mit Gott reden

„‘Wir sind Empfänger von Sprache. Sprechen lernen kann nur der, mit dem gesprochen wird. Unsere Geburt wirft uns in ein Meer der Sprache hinein (…) Und dann, langsam, Silbe um Silbe, erlangen wir die Fähigkeit, zu antworten: Mama, Papa, Trinken, Decke, ja, nein. Kein einziges dieser Worte war ein erstes Wort (…). Alles Reden ist antwortendes Reden. Wir alle wurden, bevor wir sprachen, erst angesprochen.‘ (…) Es ist daher für unser Beten unverzichtbar, dass wir das erkennen, was Peterson das ‚überwältigende Vorangehen des Redens Gottes vor unseren Gebeten‘ nennt. Dieses theologische Prinzip hat sehr praktische Konsequenzen. Es bedeutet nämlich, dass unsere Gebete aus unserer Beschäftigung mit der Bibel folgen sollten.“ (64f)

„Diese Verbindung von Bibel und Gebet ist der Anker, der mein Leben in dem realen Gott gründen lässt.“ (66)

Timothy Keller, Beten: Dem heiligen Gott nahekommen, Gießen: Brunnen, 2016.

Psalm 114: Wir sind Kinder des allmächtigen Gottes

„Als Israel aus Ägypten zog, das Haus Jakob aus dem fremden Volk, 2 da wurde Juda sein Heiligtum, Israel sein Königreich.

3 Das Meer sah es und floh, der Jordan wandte sich zurück. 4 Die Berge hüpften wie die Lämmer, die Hügel wie die jungen Schafe. 5 Was war mit dir, du Meer, daß du flohest, und mit dir, Jordan, daß du dich zurückwandtest? 6 Ihr Berge, daß ihr hüpftet wie die Lämmer, ihr Hügel, wie die jungen Schafe?

7 Vor dem Herrn erbebe, du Erde, vor dem Gott Jakobs, 8 der den Felsen wandelte in einen See und die Steine in Wasserquellen!“ (Psalm 114)

Ps 114 gehört zu den sogenannten Hallel-Psalmen (Lobpsalmen), genauer gesagt zum Ägyptischen Hallel. Diese Psalmen wurden zu den großen Festen gesungen und hatten besonders beim Passah ihren festen Platz. Ps 113 und 114 sang man vor dem Mahl, Ps 115-118 nach dem Mahl.

Die ersten beiden Verse blicken auf die Geburtsstunde Israels, den Auszug aus Ägypten, zurück. Mit mächtiger Hand und durch viele Wunder hatte Gott das Volk aus der ägyptischen Gefangenschaft befreit, damit es sein Eigentum sein sollte (vgl. 2Mose 19,5).

V. 3-6 blicken auf die „Naturwunder“ während des Auszugs zurück und deuten diese als Reaktion (man beachte die rhetorischen Fragen in V. 5-6) auf das Wunder der göttlichen Erwählung Israels. Die Natur [beim Durchzug durch das Rote Meer (2Mose 14,21f) und durch den Jordan (Jos 3,16), sowie das Beben des Berges Sinai (2Mose 19,18)] legt Zeugnis für dieses mächtige Handeln Gottes ab. Die Reaktion der Natur ist dabei zweigeteilt: Ehrfurcht (V. 3) und große Freude (V. 4).

V. 7 fordert die Natur (Antwort auf V. 5-6,) aber letztendlich natürlich alle dazu auf, Gott, dem Herrscher des Universums, die Ehre zu geben. Er, der Herrscher des Universums, ist gleichzeitig „Gott Jakobs“ (V. 7b) geworden. Was für ein Vorrecht, dass dieser mächtige Herrscher, in Christus für jeden zum Vater wird, der an ihn glaubt (vgl. Joh 1,12, Gal 4,4-7).

  1. Der Exodus war die Geburtsstunde Israels, durch die Gott sie zu seinem Eigentum machte. Was ist deine persönliche „Geburtsstunde“, durch die Gott dich zu seinem Eigentum gemacht hat?
  2. Gott ist nicht nur unser persönlicher Begleiter durch den Alltag, sondern der Herrscher des Universums, der alles – auch die Schöpfung – lenkt und erhält. Wie kannst du dir diese Wahrheit mehr ins Bewusstsein rufen?

Was ist Beten?

„Wir können das Gebet somit als eine persönliche, kommunikative Reaktion auf unser Wissen um Gott definieren. (…) Doch die Definition des Gebets als Reaktion auf unser Wissen um Gott bedeutet, dass der Umfang und die Genauigkeit dieses Wissens einen tiefen Einfluss auf unser Beten haben.“ (54f)

„In der Bibel, Gottes lebendigem Wort, hören wir Gott zu uns reden, und wir reagieren darauf, indem wir beten.“ (55)

„Die Kraft unserer Gebete liegt also nicht in erster Linie in unserem Wollen und Mühen oder in irgendeiner Gebetstechnik, sondern darin, wie gut wir Gott kennen.“ (58f)

Timothy Keller, Beten: Dem heiligen Gott nahekommen, Gießen: Brunnen, 2016.

Psalm 113: Den einzigartigen und uns erlösenden Gott loben!

„Halleluja! Lobet, ihr Knechte des HERRN, lobet den Namen des HERRN! 2 Gelobt sei der Name des HERRN von nun an bis in Ewigkeit! 3 Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des HERRN!

4 Der HERR ist hoch über alle Völker; seine Herrlichkeit reicht, so weit der Himmel ist. 5 Wer ist wie der HERR, unser Gott, im Himmel und auf Erden?

6 Der oben thront in der Höhe, der herniederschaut in die Tiefe, 7 der den Geringen aufrichtet aus dem Staube und erhöht den Armen aus dem Schmutz, 8 daß er ihn setze neben die Fürsten, neben die Fürsten seines Volkes; 9 der die Unfruchtbare im Hause zu Ehren bringt, daß sie eine fröhliche Kindermutter wird. Halleluja! Halleluja!“ (Psalm 113)

Ps 113 gehört zu den sogenannten Hallel-Psalmen (Lobpsalmen), genauer gesagt zum Ägyptischen Hallel. Diese Psalmen wurden zu den großen Festen gesungen und hatten besonders beim Passah ihren festen Platz. Ps 113 und 114 sang man vor dem Mahl, Ps 115-118 nach dem Mahl.

In den ersten drei Versen finden wir den wiederholten Aufruf Gott zu loben. Gott Lob darzubringen, ist die Aufgabe der Menschen, die sich ihm zugehörig fühlen – sie sind seine Knechte (V. 1). Dieses Lob kennt keine zeitliche Beschränkung – „von nun an bis in Ewigkeit“ (V. 2) soll es erklingen. Noch kennt dieses Lob eine geographische Beschränkung: „vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang“, d.h. auf dem ganzen Erdball soll das Lob Gottes erklingen.

Gott wird gelobt, um seiner selbst willen (V. 4-5). Er ist der souveräne Herrscher über alle Völker (V. 4a), ja über die Völker und die Erde hinaus (V. 4b). Die Einzigartigkeit seines Wesens (V. 5) ist Grund genug ihn zu loben.

Aber Gott wird nicht nur um seiner selbst willen gelobt, sondern auch aufgrund seines erlösenden Handelns (V. 6). Der Gott, der so erhaben ist, schaut in seinem Erbarmen auch auf den Geringen herab. Unwillkürlich denkt man an Christus, den es immer wieder „jammerte“, wenn er die verlorenen Menschen sah (Mt 9,36). Aber Gott schaut nicht nur auf den Geringen herab und lässt ihm geringe Linderung widerfahren. Nein, er, der selbst in der Höhe thront, erhöht auch den Geringen (V. 7b), indem er z.B. Gebete in Notlagen erhört (V. 8-9 zitieren aus dem Lobgesang der Hanna, vgl. 1Sam 2,8). Aber ultimativ erhöht er die Geringen, indem der Gottessohn Jesus Christus, uns zu Söhnen des Vaters (Gal 3,26) und seinen Brüdern (Hebr 2,11) macht.

  1. Gott ist der souveräne Herrscher (V. 4) – was bedeutet das für mein alltägliches Leben, für meine Weltsicht, für meinen Umgang mit guten und schlechten Erlebnissen?
  2. Welche Eigenschaften Gottes – neben seiner Souveränität – führen mich noch ins Gotteslob?
  3. Kann ich die V. 6-9 im Hinblick auf meine eigene, in Christus geschenkte, Erlösung so mitbeten? Warum oder warum nicht? Muss ich ggf. den Blick auf meine Erlösung anpassen?

Warum Jesus in Nazareth keine Wunder tat

„Und er konnte dort nicht eine einzige Tat tun, außer daß er wenigen Kranken die Hände auflegte und sie heilte.“ (Mk 6,5)

Hans Bayer schreibt in seinem Kommentar zu diesem Vers:

„Jesus wird durch diese ablehnende und verwerfende Haltung „gehindert“, Notleidende zu heilen. Bedarf es des Glaubens (als Bereitschaft Jesu gegenüber) als Anstoß und Grund, um geheilt zu werden? Oder widerspricht es vielmehr dem Charakter und Willen Jesu, dort zu heilen, wo prinzipielle Ablehnung (als Reaktion auf ihn) trotz der Kenntnis seiner Vollmacht herrscht? Mit anderen Worten: Liegt das Ausbleiben der Heilungen primär im (resistenten) Willen der Menschen oder vor allem in der souveränen Grundhaltung Jesu, nur dort zu heilen, wo glaubende Offenheit ihm gegenüber besteht? Beides hängt zusammen; Letzteres ist jedoch ausschlaggebend. Das heißt, Jesus vermochte dort keinerlei Wundertaten zu verrichten, weil er nur dort heilen will, wo ihm zumindestens Offenheit (als Reaktion) entgegengebracht wird, wo der einzelne Mensch zumindest damit rechnet, von Jesus geheilt werden zu können. Jesus setzt sich somit willentlich keineswegs über die abweisende Haltung der Menschen, etwa durch „kalte“ (sprich: magische) Wundertaten hinweg.“

Hans F. Bayer, Das Evangelium des Markus, Historisch-Theologische Auslegung, Witten: R. Brockhaus, 2008, S. 238f.

Die Priorität des Wortes

Als sie aber weiterzogen, kam er in ein Dorf. Da war eine Frau mit Namen Marta, die nahm ihn auf. 39 Und sie hatte eine Schwester, die hieß Maria; die setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu. 40 Marta aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: Herr, fragst du nicht danach, daß mich meine Schwester läßt allein dienen? Sage ihr doch, daß sie mir helfen soll! 41 Der Herr aber antwortete und sprach zu ihr: Marta, Marta, du hast viel Sorge und Mühe. 42 Eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden. (Lukas 10,38-42)

Als Jesus sich mit seinen Jüngern auf dem Weg nach Jerusalem befindet, kommen sie eines Tages nach Betanien. Marta, eine offenbar wohlhabende und tatkräftige Frau, lädt Jesus und seine Jüngergruppe in ihr Haus ein. Sofort beginnt sie mit der Arbeit. Sie will eine gute Gastgeberin sein und so kümmert sie sich mit großem Einsatz um die Bewirtung ihrer Gäste. Es ist ein sehr gutes Ziel, dass Marta verfolgt: Sie will Jesus und seinen Jüngern dienen. Es braucht doch solche Menschen wie Marta! Menschen, die einsatzbereit sind, die keine Mühe scheuen, die sich gerne engagieren. Auch Gemeinden leben davon!

Und dennoch ist Marta hier nicht ganz auf der richtigen Spur. Das wird deutlich, als Marta Jesus auf ihre Schwester Maria anspricht: „Herr, fragst du nicht danach, dass mich meine Schwester lässt alleine dienen? Sage ihr doch, dass sie mir helfen soll!“ (Lk 10,40). Wie gut kann man das Ansinnen Martas verstehen. Würden beide Schwestern mitanpacken, wäre die Arbeit doch schneller erledigt. Und wäre es nicht sowieso angemessen, dass Maria ihrer – vermutlich älteren – Schwester in deren Haus sie wohnt, hilft?

Jesus ist nicht dieser Meinung. Im Gegenteil: Der Herr weist Marta liebevoll, aber doch deutlich, zurecht: „Marta, Marta, du hast viel Sorge und Mühe.“ (Lk 10,41). Ihrer Unruhe und ihren vielen Sorgen stellt Jesus, das Eine gegenüber. Das Eine, das wirklich notwendig ist, das Eine, das Maria erwählt hat. Das Eine, nämlich auf das Wort Jesu, also auf das Wort Gottes, zu hören. Dies ist das Eine, „das soll nicht von ihr genommen werden“ (Lk 10,42).

Jesus stellt in dieser kurzen Episode die Priorität des Wortes vor der Tat heraus. Auf das Wort Gottes zu hören, hat für Jesus immer Vorrang – auch vor jeder guten Tat.

Ist die gute Tat dann unwichtig? Oder ist es falsch, wie Marta die eigenen Gäste gut bewirten zu wollen? – Nein, natürlich nicht! Gute Taten und aufopferungsvoller Dienst sind positive Dinge. Es sind auch Dinge, zu denen uns die Bibel und Jesus selbst immer wieder aufruft. Jesus geht es also nicht darum, die gute Tat oder den Dienst schlechtzumachen. Aber es geht ihm um die Priorität, darum, deutlich zu machen, was das Wichtigste ist und was darum stets zuerst kommen soll. Und da ist Jesus eindeutig: Auf Gottes Wort zu hören hat in jedem Fall die höchste Priorität. Alles andere – auch die besten Taten oder der liebevollste Dienst – kommt danach.

Warum ist das so? Weil für Jesus und die ganze Schrift das Hören und dann Glauben von Gottes Wort die Wurzel des Tuns ist. Oder anders gesagt: Das Eine ist die Wurzel des Vielen. So erwächst erst aus dem Hören und Glauben von Gottes Wort ein wirklich verändertes Handeln.

Ich wünsche uns allen den Mut, dem Hören und Lesen von Gottes Wort die höchste Priorität zu geben. Und ich wünsche uns die nötige Zielstrebigkeit diesen Entschluss im Trubel des Alltags auch durchzuziehen!

Sola Gratia – Warum die Erlösung allein durch die Gnade kommt

Vor ein paar Wochen schrieb ich hier im Nachgang der Evangelium 21 Konferenz, wie  eindrücklich es für mich war, „wie Ligon Duncan am Beginn seiner Predigt über Eph 2,1-10 den Predigttext vorlas. Mit großer Leidenschaft, respektvoll, nicht gehetzt und ganz deutlich.“ Wer verstehen will, was ich meine, sollte sich die Predigt ansehen, die jetzt endlich auch als Video verfügbar ist.

Davon mal abgesehen, bringt Duncan das zentrale Thema des christlichen Glaubens exakt auf den Punkt. Selbst wenn wir das schon alles wissen, ist es diese Botschaft, die wir immer wieder hören müssen.

Warum ich nicht für die „Ehe für alle“ bin

Nachdem in den letzten Tagen nach SPD und Grünen auch die FDP erklärt hat, die Einführung der sogenannten „Ehe für alle“ zur Koalitionsbedingung zu machen, scheint es jetzt auf einmal sehr schnell zu gehen. Wie man der aktuellen Berichterstattung entnehmen kann, soll der Deutsche Bundestag wohl noch in dieser Woche ein entsprechendes Gesetz zur Einführung der sogenannten „Ehe für alle“ verabschieden.

Doch was ist aus christlicher Sicht dazu zu sagen? Sollten Christen – auch wenn sie gelebte Homosexualität entsprechend dem biblischen Befund als Sünde verstehen – nicht auch für die „Ehe für alle“ sein? Schließlich wollen wir doch unsere Glaubensüberzeugungen nicht anderen aufzwängen oder? Und außerdem, so hört man oft, würde traditionellen Ehen und Familien doch nichts weggenommen werden, wenn der Ehebegriff auch auf homosexuelle Partnerschaften erweitert wird.

Die Bibel sieht die Ehe als Schöpfungsordnung Gottes (1Mose 1-2). Sie ist allen Menschen aller Kulturen und Religionen gegeben (und nebenbei bemerkt: ist es nicht interessant, dass es die Ehe in fast allen Kulturen gibt?) In aller Kürze drei Aspekte die für ein biblisches Eheverständnis grundlegend sind:

  1. Die bipolare Ergänzung von Mann und Frau

Man beachte in 1Mose 2,18 die Feststellung: „Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sein.“ Danach führt Gott Adam zunächst die ganzen Tiere vor, damit er sie benennen würde. Viele, viele Tiere unterschiedlichster Art ziehen an Adam vorüber, aber das Fazit in V. 20 ist eindeutig: „aber für den Menschen ward keine Gehilfin gefunden, die um ihn wäre.“ Erst danach überkommt Adam ein tiefer Schlaf und Gott erschafft die Frau. Als Adam sie das erste Mal erblickt, bricht die Begeisterung aus ihm heraus: „Das ist doch Bein und Fleisch von meinem Fleisch!“ (V. 23) Wir halten fest: die bipolare Ergänzung von Mann und Frau ist ganz wesentlich für ein biblisches Eheverständnis.

  1. Sexualität

In 1Mose 2,24 heißt es „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und sie werden sein ein Fleisch“. Zum biblischen Eheverständnis gehört auch die Sexualität grundlegend hinzu. Für die Ehe hat Gott Sexualität geschaffen, hier soll sie gelebt werden.

  1. Fortpflanzung

In 1Mose 1,28 lesen wir das erste Gebot der Bibel. Gott spricht zu den Menschen: „Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde.“ Die Ehe ist prinzipiell auf Fortpflanzung angelegt. Dass nicht jede einzelne Ehe Kinder hervorbringt, tut dieser grundsätzlichen Tatsache keinen Abbruch.

Es wird deutlich, dass auf die sogenannte „Ehe für alle“ längst nicht alle Punkte zutreffen. Aber warum sollte sich staatliches Handeln am biblischen Eheverständnis orientieren?

Nun, nach der Schrift ist die staatliche Obrigkeit, als „Gottes Dienerin“, dazu verpflichtet, das Gute zu fördern und das Böse zu bekämpfen (Röm 13,1-4). Weil sie in Ehe und Familie etwas Gutes und Wertvolles erkannten, haben die Väter des Grundgesetzes diese zu Recht unter besonderen Schutz gestellt (Art. 6). Schließlich sind Ehe und Familie Keimzelle der Gesellschaft und als solche Voraussetzung für ein gesunde Gesellschaft. Andererseits ergibt sich daraus auf der anderen Seite eben dann auch, dass der Staat schöpfungswidriges Verhalten in keiner Weise fördern oder aufwerten sollte.

Letzteres trifft eben auch auf die sogenannte „Ehe für alle“ zu. Gleichgeschlechtliche Sexualität kann eben grundsätzlich nicht dem Leben schaffenden Schöpferwillen Gottes gerecht werden, wie ihn 1Mose 1,28 zum Ausdruck bringt. Stellen wir uns nur mal vor, dass das in unserer Gesellschaft vorherrschende heterosexuelle Verhalten durch homosexuelles Verhalten vollständig ersetzt würde. Unsere Gesellschaft verlöre ihre Zukunftsfähigkeit und genau diese aufrechtzuerhalten, ist die Pflicht und auch im Interesse des Staates. Andererseits sollte man auch bedenken, dass die Ergänzung von Mann und Frau eine wichtige Voraussetzung für eine normale Entwicklung und Erziehung von Kindern ist. Es ist bezeichnend und traurig, dass die Frage nach dem Kindeswohl in der Debatte um die sogenannte „Ehe für alle“ kaum vorkommt. Stattdessen wird von Gleichberechtigung und angeblicher Diskriminierung schwadroniert.

Aus Christ lehne ich aus diesen Gründen die sogenannte „Ehe für alle“ ab. Im Endeffekt wird die Ehe selbst mit diesem Vorhaben abgeschafft. „Ehe für alle“ ist letztendlich Ehe für keinen, wie auch ein FAZ-Journalist treffend kommentiert.

Aber ich mache mir keine Illusionen. Die „Ehe für alle“ wird kommen. Für mich ein deutliches Beispiel, dass Christen, die der Schrift treu bleiben wollen, in zunehmendem Maße zu gesellschaftlichen Außenseitern werden. Können wir damit umgehen?

Eure Rede aber sei: Ja, ja, nein, nein

17 Ihr sollt nicht meinen, daß ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.  18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht.  19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich. (Matthäus 5,17-19)

33 Ihr habt weiter gehört, daß zu den Alten gesagt ist: »Du sollst keinen falschen Eid schwören und sollst dem Herrn deinen Eid halten.«  34 Ich aber sage euch, daß ihr überhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Thron;  35 noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße; noch bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt des großen Königs.  36 Auch sollst du nicht bei deinem Haupt schwören; denn du vermagst nicht ein einziges Haar weiß oder schwarz zu machen.  37 Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel. (Matthäus 5,33-37)

Die Frage die sich stellt, wenn wir die Verse 17-19 mitlesen:  Was haben die Gebote Gottes, die Gebote der Bibel, die Gebote die auch im AT erwähnt sind, mit dem Christsein zu tun? Jesus sagt hier: Die Gebote – ausgenommen die kultischen Vorschriften, die sich im Opfer Jesu ja erfüllt haben – behalten ihre Verbindlichkeit. Und Jesus dekliniert das dann anhand von einigen Beispielen durch – ja er verschärft es sogar. Das ist die Absicht der Bergpredigt, aus dem dieser Text stammt. Jesus redet zu seinen Jüngern, zu den Menschen, die ihm nachfolgen und er sagt ihnen:  „So sieht der gelebte Glaube aus, so sieht echte Nachfolge aus, wenn meine Botschaft, mein Evangelium auf fruchtbare Herzen stößt!“ Die Bergpredigt zielt darauf ab, dass der Wille Gottes praktisch umgesetzt wird. Nur das Haus, das auf dem Felsen steht, hat ja Bestand. Nur der Glaube, der Frucht bringt, ist echt. Ein Glaube, der nichts verändert, ein Glaube ohne Werke ist tot. Deshalb gehören die Gebote eben auch zum Christsein. Sie sind nicht die Vorbedingung um von Gott angenommen zu werden. Aber sie zeigen uns unsere Unvollkommenheit, sie zeigen uns, dass wir Hilfe – Gottes Hilfe – nötig haben. Und sie helfen uns, ein gelingendes Leben zu führen – unser Miteinander zu verbessern.

Wenn wir also von Geboten und Aufforderungen in der Bibel lesen, in der Predigt hören – dann geht es dabei nie – und das ist ganz wichtig – um ein „Du musst, damit Gott dich liebt.“ Nein, es geht vielmehr darum, dass der Christ mit lebendigem Glauben, aus froher Dankbarkeit über das was Gott ihm so reichlich Gutes getan hat, dankbar antwortet, indem er die Gebote ernst nimmt und mit Gottes Hilfe und seinem Heiligen Geist in seinem Verhalten und seinem Charakter wächst, auf dass er in der Heiligung zunimmt und Gott der all das für ihn möglich gemacht hat, dadurch verherrlicht und ehrt! Das ist die Motivation für jedes Gebot, für alles christliche Verhalten – sonst nichts und das muss hier vorneweg gestellt werden! Das ist ganz wichtig.

  1. Wie ist es aber nun mit dem Schwören?

Ist das Schwören nun erlaubt oder nicht? Oder was will Jesus uns eigentlich hier mit seinen Worten sagen?

Es wird die Geschichte erzählt von einem sehr reichen Geschäftsmann, der todkrank war und im Krankenhaus lag. Eines Tages wurde er von seinem Pastor besucht. Er sprach mit ihm über Gottes Allmächtigkeit, seine Kraft zu heilen, darüber dass Jesus der große Arzt ist und er betete für ihn. Als der Pastor gerade gehen wollte,  sagte der Geschäftsmann voller Ernst: „Mensch, wenn Gott mich wirklich heilen sollte – wow, dann wär ich so dankbar – ich schwör, würde ich der Gemeinde 1 Million Euro spenden!“ Und tatsächlich: nur kurze Zeit später wurde der Geschäftsmann wieder ganz gesund und konnte aus dem Krankenhaus entlassen werden. Einige Monate später traf der Pastor den Geschäftsmann zufällig in der Stadt und sagte zu ihm: „Du weißt doch noch, als du todkrank im Krankenhaus lagst, hast du dem Herrn versprochen der Gemeinde 1 Million Euro zu geben, wenn Gott dich heilt. Nur zu deiner Info: bei uns ist da bisher noch nichts angekommen…“ Der Geschäftsmann antwortete: „Das hab ich wirklich gesagt??? Ich denke, das zeigt ja nun wirklich wie schwer krank ich war….“

Sind solche falschen Versprechen, solche nicht eingehaltenen Eide hier gemeint? Ja, das ist sicherlich das Eine, worum es Jesus geht: Ihr habt weiter gehört, daß zu den Alten gesagt ist: »Du sollst keinen falschen Eid schwören und sollst dem Herrn deinen Eid halten.« Jesus befindet sich damit voll auf einer Linie mit dem AT – das Gebot gilt – Menschen, die Jesus nachfolgen sollen keine falschen Eide schwören, sie sollen nichts versprechen, was sie nicht auch halten. Das gilt nicht nur für die ganz großen Dinge des Lebens – so wie in der Beispielgeschichte oder wenn man ein Eheversprechen abgibt – sondern auch in den ganz alltäglichen Dingen. „Versprichst du mir, dass du mir hilfst?“, wirst du gefragt – „Ja, natürlich helfe ich dir!“ – Wenn du es versprichst, dann halt es auch!

Aber Jesus geht ja mit seinen Worten noch weiter: 34 Ich aber sage euch, daß ihr überhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Thron;  35 noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße; noch bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt des großen Königs.  Sollen wir also überhaupt nicht schwören, nichts versprechen, dürfen Christen keinen Amtseid z.B. ablegen? Aber was passiert dann, wenn sie unter Eid vor Gericht aussagen sollen?

Um diese Frage zu beantworten müssen wir den Hintergrund etwas verstehen, wie das zur Zeit Jesu war. Zur Zeit Jesu wurde sehr viel geschworen – man schwörte z.B. beim „Himmel“, beim „Tempel“, beim Schatz des Tempels, bei der Stadt Jerusalem oder noch ganz anderen Dingen. Und je nachdem welches Objekt man hier beim Schwur genannt hat, bei welcher Sache man geschworen hat, desto verbindlicher oder auch unverbindlicher war ein Schwur. Da konnte man sich hinterher rausreden: „Ich hab ja nur beim Tempel allgemein und nicht beim Schatz des Tempels geschworen…. – Wenn ich es wirklich ernst gemeint hätte, hätte ich beim Schatz des Tempels geschworen…“ Jesus hält von alledem nichts. Er ist da ganz radikal. Er sagt: „Bei diesem ganzen System der abgestuften Eide, die mehr oder weniger wert waren, da sollt ihr nicht mitmachen! Und wenn euch das verführt zum Eidesmissbrauch, zum leichtfertigen Schwören, dann lasst es lieber ganz!“ Das ist es, was Jesus verbietet – nicht den Eid, nicht den Schwur generell – schließlich lässt sich Jesus bei seinem Verfahren selbst unter Eid stellen und Gott selbst schwört in der Bibel auch! Nein, was Jesus verbietet, ist der leichtfertige Schwur, der Eidesmissbrauch. Aber es steckt darin auch noch ein tiefere Wahrheit, ein ganz wertvolles Ideal – und damit sind wir am Kern dieser Worte Jesu

  1. Jesus verpflichtet zu unbedingter Wahrhaftigkeit

Schauen wir nochmal auf V. 37: Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.“ Ein Christ erzählt von seiner längeren Tätigkeit in China: „Wenn man das Vorrecht oder die Pflicht hat, in einem fremden Land zu arbeiten, dann empfiehlt sich vorher ein Kursus, der uns in die Gepflogenheiten dieses Landes einführt. So ist es mir auch mit der Volksrepublik China gegangen. Eine Botschaft war für mich besonders wichtig: Das fehlende NEIN in China. Ein Chinese sagt immer JA. Aber aus der Art, wie er JA sagt, muss man heraushören, was er meint: „JA, das müssten wir vielleicht einmal machen“ bedeutet in etwa, dass der Vorschlag so dumm ist, dass man ihn gar nicht in Betracht ziehen sollte. „JA, das sollten wir vielleicht morgen noch einmal bedenken“ bedeutet in etwa: „Wenn Du mir nicht mit besseren Fakten kommst, werde ich das nicht machen.“ „JA, das ist gut, das sollten wir machen“ bedeutet in etwa: „Im Moment fällt mir nichts ein, was dagegen spricht. Schau’n wir mal…“ „JA, ich setze mich sofort daran und kümmere mich darum.“ Hier beginnt das, was man umgangssprachlich unter JA versteht, aber man sollte sich auch jetzt nicht zu sehr darauf verlassen. Und dieser Christ schlussfolgert: China ist eine höfliche Welt, aber wer die vielen Varianten des JA, das ein verstecktes NEIN ist, nicht kennt, kann ganz große Enttäuschungen erleben.“ Und er berichtet weiter: China ist kein christliches Land. Denn wir haben durch Christus eine ganz andere Botschaft: „Es sei aber eure Rede: Ja, ja! Nein, nein! Was darüber ist, das ist vom Bösen.“

Dieses Beispiel zeigt uns worauf Jesus hinaus will: es sind keine Detailfragen des richtigen Schwörens. Es geht ihm um die ganz praktische Frage, ob das was wir sagen ernst zu nehmen ist, ob wir wahrhaftig, klar und eindeutig sprechen. Wenn ihr „Ja“ sagt, sollt ihr „ja“ meinen, wenn ihr „nein“ sagt, sollt ihr klar und eindeutig „nein“ meinen. Jeder beschwörende Zusatz ist dann im Grunde unnötig. Und jede sich einschleichende Unehrlichkeit, Halbwahrheit oder Halbherzigkeit beim Reden ist vom Bösen und soll sich gar nicht erst vorkommen!

Jesus will, dass das was wir sagen mit dem was wir meinen, identisch ist! Bei ihm gibt es keine zwei Klassen von Worten – Worte, die nicht ganz so ernst zu nehmen sind und andere, die man sehr ernst nehmen kann. Nein, Jesus fordert uns auf: Sagt was ihr meint, sagt klar und deutlich „Ja“ oder sagt klar und deutlich „Nein“

Wenn man ehrlich ist, ist das gar nicht immer so einfach. Da werden wir gefragt, ob wir bei dieser oder jener Veranstaltung dabei sein werden und antworten „Ja, mal schauen…“ Wie oft heißt diese Antwort im Grunde aber „Nein, ich werde nicht dabei sein, aber ich muss mir noch den Grund für meine Absage überlegen….“ Oder man hat den Anrufer am Telefon, von dem man genervt ist und den man schnellstmöglich wieder loswerden will. „Du, ich muss jetzt ganz schnell aus dem Haus, habe noch einen Termin“, sagt man ihm – aber das stimmt vielleicht gar nicht. Oder wir sind in der Diskussion über ein Thema und unser Gegenüber stellt ganz selbstbewusst eine Meinung in den Raum, die wir überhaupt nicht teilen: „man müsste das und das doch so und so handhaben…“ – aber wir wollen lieber unsere Ruhe oder scheuen den Konflikt und sagen: „Ja, ja, du hast schon irgendwo Recht…“ Jesus sagt: „Eure Rede aber sei: Ja, ja, nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.“

Besonders gilt das auch für die Zusagen, die wir anderen geben: Was sagst du also anderen Menschen zu? Kann man sich auf dein Wort auch verlassen, wenn du nicht ausdrücklich dazu sagst „ich verspreche es dir?“ Wozu gibt’s du deine Zustimmung, wozu gibt’s du dein Ja oder auch dein Nein? Sagst du was du meinst? Oder sagst du das, wovon du meinst, dass der andere es hören will? Jesus sagt: „Eure Rede aber sei: Ja, ja, nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.“

Um das zu leben, das durchzuhalten, immer wahrhaftig das zu sagen, was wir meinen, dazu braucht es eine innere Freiheit, dazu braucht es auch Mut, dazu braucht es auch mal Überwindung, dann nämlich, wenn wir unsere Zusagen einhalten wollen, die uns zum Nachteil sind. In solche Situationen kommt man ja immer wieder mal. Da hat man einen Termin zugesagt und dann ergibt sich noch was anderes, was man eigentlich lieber wahrnehmen möchte… Dann gilt es, sich auch mal zu überwinden!

„Eure Rede aber sei: Ja, ja, nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.“ Als Christen haben wir eine besondere innere Freiheit, die uns von Christus geschenkt ist. Wir haben sie, weil Christus uns befreit hat, weil in ihm unsere Identität ist – weil wir uns nicht durch die Meinung anderer, durch unsere Beliebtheit definieren müssen. Wir können darum sagen, was wir wirklich meinen – auch wenn wir da nicht immer auf Gegenliebe stoßen. Nicht, dass wir unfreundlich sein sollen oder uns nicht taktvoll verhalten sollen. Aber wir können uns trauen, zu sagen was wir meinen: nicht die Beliebtheit bei anderen ist das was uns definiert. Sondern das was wir für Gott sind, das definiert uns. Und wer an Jesus glaubt, zu dem sagt Gott: du bist mein Kind, für das ich mein Liebstes – meinen geliebten Sohn – gegeben haben. Hier, in Christus liegt unsere Identität! Als Christen können wir darum mutig sein, weil Jesus bei uns ist. Wir brauchen keine Angst, keine Menschenfurcht zu haben – er ist da, er bewahrt uns, er ist souverän und allmächtig, von seinem Segen kann uns nichts trennen. Und ganz wichtig: Als Christen können wir uns auch überwinden, etwas zu tun, das uns zum Nachteil dient und anderen zum Vorteil! Denn: Jesus hat das ja auch getan! Er hat den Himmel verlassen, er hat sein menschliches Leben riskiert, verloren, ja für uns gegeben. Er hat etwas zu seinem Nachteil getan, damit es für uns zum großen Vorteil wird. Und durch ihn – da sind wir immer auf der Gewinnerseite, weil er uns diesen großen Vorteil schenkt – und zwar auch wenn wir in einem konkreten Fall mal einen Nachteil erleben, weil wir – gegen unser Empfinden – das tun, was wir zugesagt haben. Jesus sagt: „Eure Rede aber sei: Ja, ja, nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.“

Gott helfe uns, auch in seinen Geboten zu erkennen, dass er es gut mit uns meint – dass sie uns gegeben sind, um uns zu helfen. Er schenke uns veränderte Herzen, dass wir aus Dankbarkeit als wahrhaftige Christen leben und reden und zu unserem Wort stehen. Damit unser Zusammenleben mit anderen gelingt und unser Herr verherrlicht werde.

Sechs Gründe für die Auslegungspredigt

D. A. Carson nennt in einem bei Evangelium 21 veröffentlichten Beitrag sechs Vorteile, die das Prinzip der Auslegungspredigt mit sich bringt:

  • Sie ist die Methode, die uns am ehesten davor bewahrt, von der Heiligen Schrift abzuweichen. 
  • Sie erklärt den Zuhörern, wie sie selbst ihre Bibeln recht studieren können.
  • Sie erfüllt den Prediger mit Zuversicht und verleiht seiner Botschaft Autorität.
  • Sie bietet eine lebensnahe Botschaft, ohne sich vom Aufschrei nach praktischer Relevanz diktieren zu lassen. 
  • Sie fordert den Prediger dazu heraus, auch die ernsthaften Fragen anzugehen.
  • Das Prinzip der Auslegungspredigt befähigt den Prediger dazu, systematisch den ganzen Ratschluss Gottes zu entfalten.

Den ganzen – für Prediger als auch Predigthörer – lesenswerten Artikel findet man hier.