Jesus und die Bibel

„Denen, die der Schrift eine hohe Wertschätzung entgegenbringen, wird oft Götzendienst vorgeworfen, weil sie das Wort Gottes so sehr verehren. Doch diese Anschuldigung richtet sich gegen die Falschen. ‚Ein Christus, der seinen Nachfolgern erlaubt, ihn als Richter der Schrift einzusetzen, nämlich als einen, der erst ihre Autorität bestätigen muss, bevor sie verpflichtend wird, und durch dessen gegenteiliges Urteil sie an anderer Stelle ungültig gemacht wird, ist ein Christus menschlicher Vorstellung, gemacht im eigenen Bilde des Theologen. Einer, dessen Haltung zur Schrift das Gegenteil von der Haltung des historischen Christus ist. Wenn die Konstrunktion eines solchen Christus nicht ein Bruch des zweiten Gebotes ist, was ist es dann?‘ Jesus mag sich sehr wohl als der Fokus der gesamten Schrift gesehen haben, doch niemals als ihr Richter. Der einzige Jesus, der über der Schrift steht, ist unser selbst erfundener Jesus.“

Kevin DeYoung, Gott beim Wort nehmen: Warum die Bibel es wert ist, sie zu kennen und ihr zu vertrauen, Waldems: 3L, 2016, 102.

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Wie ist die Bibel entstanden?

Auch theologisch konservative Christen glauben nicht, dass die Bibel einfach fertig vom Himmel gefallen ist. Nein, sie ist über einen längeren Zeitraum in einem vielschichtigen Prozess entstanden. Im Folgenden skizziere ich diesen Prozess überblicksweise. Meine Gedanken geben im Großen und Ganzen wider, was ich in einer Jugendstunde vor kurzem zu diesem Thema gesagt habe.

1. Wer hat die Bibel geschrieben?

  • Einerseits Menschen: Die verschiedenen Bibelbücher stammen aus der Feder von vielen unterschiedlichen Autoren: Mose, Samuel, Lukas, Paulus, Johannes und viele mehr. Von einigen wenigen Büchern wissen wir überhaupt nicht, wer sie geschrieben hat (z.B. Hiob oder Hebräer), bei manchen anderen Büchern gibt es nur mehr oder weniger stimmige Vermutungen. Insgesamt geht man davon aus, dass die biblischen Bücher von ca. 40 verschiedenen Menschen verfasst wurden.
  • Andererseits Gott: In Hebr 1,1 lesen wir davon („Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten“), dass Gott einen Offenbarungsprozess angestoßen hat. 2Tim 3,16 („Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit“) zeigt uns, dass die ganze Schrift von Gott kommt.

Wie passt nun beides, dass sowohl Menschen als auch Gott als Verfasser der Bibel zu gelten haben, zusammen?

Christen glauben, dass das durch einen Prozess möglich wurde, den man Inspiration nennt. Dass die Bibel inspiriert ist, haben viele sicher schon oft gehört, aber was bedeutet das genau? Inspiration könnten wir wie folgt definieren (angelehnt an C. Ryrie):

„Gottes Befähigung der menschlichen Verfasser der Bibel, damit sie, unter Verwendung ihrer eigenen Persönlichkeit, Gottes Offenbarung an Menschen ohne Irrtümer oder Fehler verfassen und aufschreiben konnten.“

In dieser Definition wird deutlich, dass Gott der Handelnde ist. Er befähigte die Verfasser der Schrift, die Inspiration ging also von ihm aus. Es wird außerdem klar, dass mit Inspiration keine Diktat-Inspiration gemeint ist. D.h. die Verfasser der Bibel waren nicht irgendwie in Trance oder haben ohne ihr Bewusstsein irgendetwas niedergeschrieben, das sie nicht verstanden haben. Sie waren nicht nur menschliche Schreibmaschinen, derer sich Gott bedient hat. Nein, vielmehr haben sie auch ihre eigene Persönlichkeit, ihren Hintergrund etc. eingebracht. Darum haben wir beispielsweise Teile in der Bibel, die in einfacher Sprache oder gehobener Sprache verfasst wurden. Und dennoch ist der Inhalt dessen, was sie niederschrieben, ohne Einschränkung Gottes Offenbarung. Es sind seine Inhalte, seine Ideen, die wir in der Bibel finden.

Interessant in diesem Zusammenhang ist Lk 1,1-4, wo Lukas beschreibt, wie er vorgegangen ist, um sein Werk zu verfassen. Er beschreibt dort, dass er sorgfältig recherchiert hat, Augenzeugen befragt und wohl auch andere Quellen zu Rate gezogen hat. Ja, Lukas hat seine eigene Persönlichkeit, seine Fähigkeiten etc. verwendet und dennoch ist sein Werk Gottes Offenbarung an uns Menschen.

2. Wann wurde die Bibel geschrieben?

Ganz grob kann man sagen, dass die Bibel über einen Zeitraum von etwa 1500 Jahren, nämlich von 1400 v. Chr. bis 90 n. Chr. geschrieben wurde. Die ältesten Bücher im AT sind die Mosebücher (möglicherweise auch Hiob). Im NT sind die Evangelien vermutlich 60-90 zu verorten und die Paulusbriefe von 51-66. Der Jakobusbrief ist möglicherweise das älteste Buch im NT (Mitte der 40er), die Offenbarung des Johannes mit großer Sicherheit das jüngste Buch.

3. Wie wurde die Bibel zusammengestellt?

Die Bibel ist im Grunde nicht nur ein Buch, sondern eine Sammlung von 66 verschiedenen Büchern. Wie kam es nun dazu, gewisse Bücher in diese Sammlung (man nennt das Kanon) der für den Glauben verbindlichen Schriften aufzunehmen und andere zu verwerfen?

Ich gehe an dieser Stelle nicht darauf ein, wie es zum einheitlichen AT-Kanon kam. Es genügt uns festzuhalten, dass dieser zu Jesu Zeiten vorlag und von ihm anerkannt wurde. Wie aber kam es nun zum NT-Kanon?

Schon sehr früh gab es in den ersten Gemeinden Sammlungen von Paulusbriefen, Evangelien und anderen neutestamentlichen Büchern. Ebenfalls sehr früh gab es große Einigkeit darüber, welche dieser Bücher als für den Glauben verbindliche Schriften anzusehen seien. Als Kriterien, welche der vielen in den christlichen Gemeinden kursierenden Schriften in den NT-Kanon aufzunehmen seien, waren besonders zwei ausschlaggebend:

  • Wurde die entsprechende Schrift von einem Apostel bzw. Apostelschüler verfasst? Hat sie also einen glaubwürdigen Ursprung?
  • Ist der Inhalt der Schrift christuszentriert und entspricht er dem überlieferten Glauben?

Es ist erstaunlich, dass bereits um 200 n. Chr. im Großen und Ganzen Klarheit und Einigkeit darüber besteht, welche Schriften zum NT gehören und welche nicht dazugehören. Für das Jahr 367 n. Chr. ist schließlich nachweisbar, dass man sich darüber einig war, dass genau die 27 Schriften zum NT gehören, die auch wir heute in unseren Bibeln finden.

4. Wie wurde die Bibel überliefert?

Kann man heute noch beispielsweise die Schriftrolle mit dem 1. Korintherbrief irgendwo im Museum besichtigen? Nein, von allen biblischen Schriften gibt es leider keine Originale mehr, sondern nur noch Abschriften. Da stellt sich die Frage, ob die biblischen Schriften in diesem Abschreibeprozess auch korrekt überliefert wurden und wir ihnen vertrauen können.

Erstaunlich ist, dass es über 5000 verschiedene Schriftstücke vom NT gibt. Die meisten überliefern zwar nur kleine Textabschnitte, manche aber auch längere Textabschnitte. Es gibt jedenfalls von jeder ntl. Passage eine Vielzahl unterschiedlicher Schriftstücke, so dass das NT als das mit riesigem Abstand am besten überlieferte literarische Werk der Antike gilt.

Bemerkenswert sind in diesem Zusammenhang auch die sogenannten Qumranrollen, die man nach dem Zweiten Weltkrieg fand – Schriftrollen mit alttestamentlichen Texten. Man stellte fest, dass es nur wenig textliche Unterschiede zu den deutlich jüngeren Schriftstücken gab, die man bisher hatte.

Insgesamt kann man festhalten, dass die Bibel außerordentlich gut und sorgfältig überliefert wurde. Weit über 99% des Bibeltextes sind gesichert überliefert und dort wo es doch kleine Unsicherheiten gibt, berühren diese keine inhaltlichen Gesichtspunkte.

5. Wir haben guten Grund der Bibel zu vertrauen

Es ist nicht nur irgendwie von allgemeinem Interesse, darüber Bescheid zu wissen, wie die Bibel entstanden ist. Ich meine, die Entstehungsgeschichte der Bibel zeigt uns auch, dass wir gute Gründe haben der Bibel zu vertrauen. Sie ist nicht von irgendwelchen Klerikern im Mittelalter verfälscht worden – wie manche populären Verschwörungstheoretiker behaupten -, sondern sie wurde extrem sorgfältig überliefert. Die ersten Christen waren auch nicht dumm oder leichtgläubig, sondern haben sorgsam abgewogen, welche Schriften als Heilige Schrift anzuerkennen sind. Und die Inspirationslehre ist auch kein verrücktes Dogma, das die menschliche Seite der Bibel nicht ernst nimmt. Wenn Christen also glauben, dass die Bibel Gottes Wort ist, ist das kein Lehrsatz den sie gegen jede Vernunft blind glauben müssen. Nein, es gibt gute, nachvollziehbare Gründe dafür.

Wenn dich dieses Thema mehr interessiert und du hier noch viel tiefer einsteigen willst (ich habe mehr oder weniger hier nur an der Oberfläche gekratzt), dann sei dir folgendes Buch empfohlen: D. A. Carson / D. J. Moo, Einleitung in das Neue Testament, Brunnen, 2010.

Warum ich fortlaufende Bibeltexte predige II

In diesem Beitrag habe ich bereits einen Grund genannt, warum ich vorwiegend fortlaufend ganze Bibelbücher oder größere Bibelabschnitte predige. Damit nämlich nicht nur populäre Lieblingsstellen zur Sprache kommen, sondern der ganze Ratschluss Gottes (vgl. Apg 20,27) gepredigt wird.

Fortlaufendes Predigen entspricht dem Charakter der Schrift

Ein weiterer Grund, warum ich das fortlaufende Predigen (man nennt das lectio continua) favorisiere, besteht darin, dass man damit dem Charakter der Bibel am ehesten gerecht wird. Denn die Bibel ist zum allergrößten Teil keine lose Sammlung zufällig zusammengestellter Sprüche. Die Bibel ist auch kein Lexikon mit kurzen thematisch in sich abgeschlossenen Artikeln. Nein, die Bibel ist ein Buch das Erzählungen, Poesie, Briefen und manche literarische Gattung mehr enthält. Gemeinsam ist aber fast allen Texten, dass ein Gedankengang über einen längeren Abschnitt entwickelt wird. Paulus hat den 1. Korintherbrief nicht geschrieben, damit wir heute 1Kor 13,4 („Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf“) herausgreifen und alles andere in diesem langen Brief ignorieren. Auch wenn Jesus dazu auffordert „zuerst nach dem Reich Gottes zu trachten“ (Mt 6,33), ist es von entscheidender Bedeutung seinen ganzen Gedankengang zu beachten. Bei alttestamentlichen Erzählungen ist die Sache noch wichtiger: Was sagt uns die Geschichte von der Versöhnung zwischen Jakob und Esau (1Mose 33)? Ich bin überzeugt, wir werden sie missverstehen, wenn wir uns nicht den gesamten Jakob-Zyklus (1Mose 25-35) anschauen.

Die großen Linien verstehen

Wenn ich also fortlaufend längere Bibelabschnitte predige, tue ich das auch, um es der Gemeinde zu ermöglichen, einen längeren Gedankengang in der Bibel zu verstehen. Ja, mein Ziel ist es vor allem, dass sie die großen Linien verstehen. Nicht nur den Gedanken in einem Abschnitt von 4-5 Versen, sondern z.B. einen ganzen Brief. Um dieses Ziel zu erreichen, ist das fortlaufende Predigen die beste Methode. Denn so baut Predigt für Predigt aufeinander auf. Denn seien wir ehrlich, nur eine einzelne Perikope in der Annahme herauszugreifen, die Zuhörer könnten diesen Text in den großen Zusammenhang schon einordnen, ist wohl in den seltensten Fällen realistisch.

Warum ich fortlaufende Bibeltexte predige

Wer mich kennt, weiß, dass ich vorwiegend fortlaufend ganze Bibelbücher oder größere Bibelabschnitte predige. So habe ich das in Vergangenheit u.a. mit Kolosser, Markus, Maleachi, Philipper, Judas, Elia (1Könige 17-21) oder Galater getan. Aktuell befinde ich mich gerade in einer Reihe über das Leben Jakobs (1Mose 25-35 – über die Weihnachtszeit pausiere ich allerdings).

Jeder Bibeltext ist wichtig

Es gibt viele Gründe, warum ich mich an diesem sehr alten Brauch (man nennt das lectio continua) orientiere. Z.B. wird durch dieses Vorgehen verdeutlicht, dass jeder Bibeltext wichtig ist. Es werden nicht nur die populären Lieblingsstellen herausgepickt, sondern es kommen auch die weniger bekannten Texte zwangsläufig zur Sprache.

Das Beispiel des Philipperbriefs

Ich will das mal am Beispiel des Philipperbriefs verdeutlichen: Ich bin mir sicher, dass ein Prediger, der in den Paulusbriefen zu Hause ist und sie liebt (so wie ich die Paulusbriefe liebe), bestimmt über kurz oder lang über folgende Texte predigen würde: Phil 1,12-26 (mit dem Spitzensatz: „Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn“), Phil 2,1-11 (der berühmte Christushymnus) oder Phil 3,12ff („Ich vergesse, was dahinten ist….“) Würde man aber auch über Phil 2,19-30 predigen (die Lutherbibel hat als Überschrift: Sendung des Timotheus und Rückkehr des Epaphroditus)? Klingt auf den ersten Blick jetzt nicht so super-spannend, von dem schwierigen Namen mal ganz abgesehen… Und doch entgeht uns viel, wenn wir diese Texte nie ausgelegt bekommen. Vor allen Dingen ist es ein Problem, wenn wir gar meinen, diese Texte seien nicht so wichtig.

Und nebenbei bemerkt: in anderen biblischen Büchern ist der Anteil der Texte die auf den ersten Blick nicht sehr zugänglich oder relevant erscheinen, noch viel viel größer als im Philipperbrief. Ist das wirklich alles unnützer Ballast? Hätte uns gar eine Bibel gereicht, die nur 1/4 Umfang hat? Mit Sicherheit nicht! Gott hat uns die ganze Bibel mit ihren 66 Büchern und 1189 Kapiteln gegeben, weil jeder Text wichtig ist. Ich predige vorwiegend fortlaufend durch Bibelbücher oder längere Abschnitte, um genau das meinen Hörern deutlich zu machen!

Bibelkunde und die Liebe zum Wort

Als ich im Herbst 2005 mein Theologiestudium an der FTH Gießen (die damals noch FTA hieß) begann, stand neben Griechisch vor allem Bibelkunde auf dem Programm. Ich erinnere mich nur noch an wenige Einzelheiten aus diesen Vorlesungen. Sehr gut eingeprägt hat sich bei mir dagegen die Haltung, mit der mein damaliger Dozent uns die Bibel näher brachte.

Seine Haltung war einerseits geprägt von großer Liebe zum Wort. Man hat es gespürt, dass diesem Mann die Bibel kostbar ist. Sie war für ihn nicht nur Unterrichtsgegenstand über den er eben zu referieren hat, sondern sie war ihm auch persönlich ein großer Schatz.

Man spürte ihm andererseits Demut gegenüber dem Wort ab. Er hat uns nicht nur erklärt, warum die Bibel die autoritative Offenbarung Gottes ist, wie man das begründen kann und warum das wichtig ist. Nein, man hat schon an der Art und Weise wie er über die Bibel sprach oder wie er mit schwierigen Stellen umging, gemerkt, dass die Bibel für ihn persönlich tatsächlich das Wort Gottes ist, dem es sich unterzuordnen gilt.

Und zuletzt war seine Haltung von großem Interesse an der Bibel gekennzeichnet. Nun, mein damaliger Dozent unterrichte Bibelkunde damals schon seit Jahrzehnten. Aber sein Interesse an der Heiligen Schrift tat das keinen Abbruch. Wenn neue Fragen auftauchten, war er immer daran interessiert, eine gute Antwort zu finden.

Wenn ich so darüber nachdenke, dann bin ich sehr dankbar, dass dieser Dozent (und auch die übrigen) mir so eine Haltung der Liebe zum Wort, der Demut gegenüber dem Wort und des Interesses am Wort so lebendig vorgelebt haben. Das ist mit Sicherheit das Wertvollste, was ich aus vier Jahren Studium mitgenommen habe (und ich habe natürlich noch viele andere sehr wertvolle Dinge gelernt wie Exegese, Homiletik und andere fachliche Dinge)

Ich frage mich aber auch, welche Haltung ich eigentlich vermittle, wenn ich über Gottes Wort spreche. Welche Haltung gegenüber der Bibel nehmen die Gottesdienstbesucher war, wenn ich sonntags predige? Was denken meine Jugendlichen im Jugendkreis, wenn ich mit ihnen über einen Bibeltext spreche? Mein Wunsch und Gebet ist es, dass man auch mir das abspürt: Dass ich Gottes Wort liebe. Dass es für mich nicht nur abstrakt-theoretisch sondern auch persönlich autoritativ ist. Und dass ich echtes Interesse – ja Hunger – nach diesem Wort habe, das doch das Wort des allmächtigen Gottes ist.

Die Klarheit seines Wortes

Christen glauben, dass die Bibel Gottes Wort ist. Aber was bedeutet das eigentlich? Klassischerweise bekennen Christen, dass die Bibel als Gottes Wort vier Eigenschaften besitzt. Erstens hat sie Autorität: Weder persönliche Erfahrung oder kirchliche Amtsträger stehen über der Schrift. Nein, das letzte Wort hat immer Gott. Zweitens ist die Schrift genugsam: das bedeutet, dass in der Bibel alles geschrieben steht, was wir zu wissen brauchen. Neue Offenbarungen sind nicht nötig. Drittens ist die Bibel notwendig: wir können nicht auf Gottes besondere Offenbarung in seinem Wort verzichten. Und zuletzt ist die Bibel klar. Das heißt nicht, dass wir alles immer problemlos richtig verstünden, aber schon, dass jeder in der Lage ist, dass in der Schrift gelehrte Evangelium zu erfassen.

Autorität, Genugsamkeit, Notwendigkeit und Klarheit der Schrift – über alle diese Themen haben William Taylor und Kevin DeYoung 2016 auf der Evangelium 21 Konferenz hevorragende Vorträge gehalten. Als letztes geht es nun um die Klarheit des biblischen Wortes:

Die Genugsamkeit seines Wortes

Christen glauben, dass die Bibel Gottes Wort ist. Aber was bedeutet das eigentlich? Klassischerweise bekennen Christen, dass die Bibel als Gottes Wort vier Eigenschaften besitzt. Erstens hat sie Autorität: Weder persönliche Erfahrung oder kirchliche Amtsträger stehen über der Schrift. Nein, das letzte Wort hat immer Gott. Zweitens ist die Schrift genugsam: das bedeutet, dass in der Bibel alles geschrieben steht, was wir zu wissen brauchen. Neue Offenbarungen sind nicht nötig. Drittens ist die Bibel notwendig: wir können nicht auf Gottes besondere Offenbarung in seinem Wort verzichten. Und zuletzt ist die Bibel klar. Das heißt nicht, dass wir alles immer problemlos richtig verstünden, aber schon, dass jeder in der Lage ist, dass in der Schrift gelehrte Evangelium zu erfassen.

Autorität, Genugsamkeit, Notwendigkeit und Klarheit der Schrift – über alle diese Themen haben William Taylor und Kevin DeYoung 2016 auf der Evangelium 21 Konferenz hevorragende Vorträge gehalten. Nachdem ich vor einigen Tagen schon mal den Vortrag über die Autorität seines Wortes verlinkt habe, heute nun der Vortrag über die Genugsamkeit seines Wortes. Klingt dir zu theoretisch? Mag sein, ist aber ein durch und durch praxisnahes Thema!