Warum ich die gewöhnliche Gemeinde liebe

Ich gehöre zu einer ganz gewöhnlichen Gemeinde. Mit um die 100 Mitgliedern ist sie nicht besonders groß. Unsere Gemeinde ist logischerweise auch (über unsere Stadt hinaus) nicht bekannt. Wir sind keine Trend-Gemeinde, die Christen aus anderen Städten (oder gar Ländern) besuchen und sich zum Vorbild nehmen. Über unsere Gemeinde hat auch noch nie jemand ein Buch oder auch nur einen Zeitschriftenartikel verfasst. Wir sind auch keine besonders innovative Gemeinde, die irgendetwas noch nie dagewesenes machen würde. Und unser Gemeindehaus ist auch weder besonders hübsch noch beeindruckend groß. Nein, Gemeinden ähnlich der unseren gibt es Hunderte in ganz Deutschland.

Und doch bin ich sehr gerne Teil (und Pastor) dieser Gemeinde. Ja, ich liebe meine Gemeinde. Ich liebe generell die gewöhnliche Gemeinde. Und dafür gibt es gute Gründe:

Hier leben Menschen den Glauben

Hier in ganz gewöhnlichen Gemeinden leben Christen ihren Glauben. Hier geschieht Jüngerschaft. Hier wird sich gegenseitig unterstützt und geholfen. Hier erleben Menschen Ermutigung aber auch Korrektur. In ganz gewöhnlichen Gemeinden wie bei uns kommen Menschen zusammen, um Gottesdienst zu feiern und die Bibel zu lesen. Man trifft sich, um miteinander zu beten und sich über den Glauben auszutauschen. Kurz gesagt: in gewöhnlichen Gemeinden steckt eine ganze Menge vitales geistliches Leben!

Hier wird Gottes Wort verkündigt

In ganz gewöhnlichen Gemeinden wird aber auch das Wort Gottes verkündigt. Das Wort, von dem der Herr sagt, dass es so kräftig ist, „wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt“ (Jer 23,29). Den gewöhnlichen Gemeinden mag manches fehlen, aber mit dem verkündigten Wort Gottes haben sie das wertvollste Pfund überhaupt, mit dem sie wuchern können. In gewöhnlichen Gemeinden an allen Orten gibt es auch viele völlig gewöhnliche Prediger, die sich Woche für Woche größte Mühe geben, dieses Wort zu verkündigen. Damit tragen gerade die gewöhnlichen Gemeinden dazu bei, dass das Wort Gottes in das ganze Land hinausgeht: in einzelne Stadtteile größerer Städte genauso wie in die vielen Kleinstädte und eher provinziellen Gegenden unseres Landes. Ja, gewöhnliche Gemeinden – die über das ganze Land verstreut sind – sind im Grunde wichtige Missionsstationen in unserem Land.

Hier wirkt der allmächtige Gott

Mancher mag es vielleicht nicht glauben, aber ja, auch in ganz gewöhnlichen Gemeinden wirkt der allmächtige Gott. Auch hier finden Menschen, die nichts von Gott wissen wollten, zum lebendigen Glauben an Jesus Christus. Auch hier werden Menschen so verändert, dass sie schlechte Eigenschaften ablegen können. Auch in gewöhnlichen Gemeinden werden Gebete erhört und Menschen reifen in ihrem Glauben. Warum? Weil auch in gewöhnlichen Gemeinden der allmächtige Gott durch seinen Geist wirkt!

Auch sie sind Braut Christ

Das NT bezeichnet die Gemeinde Jesu Christi als seine Braut. Auch gewöhnliche Gemeinden gehören dazu. Interessant ist doch, dass Paulus gerade über die Gemeinde in Korinth zu solchen Worten greift: „Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch verlobt mit einem einzigen Mann, damit ich Christus eine reine Jungfrau zuführte.“ (2Kor 11,2). Auch die schwierige Gemeinde von Korinth ist Braut Christi und damit in Gottes Augen von sehr großem Wert. Wie viel mehr gilt das dann für die vielen gewöhnlichen Gemeinden unserer Tage, auf die manche Christen so verächtlich herabblicken.

Wie denken wir über die gewöhnlichen Gemeinden?

Ja, gewöhnliche Gemeinden haben natürlich ihre Schwächen. Manche sind in bestimmten Traditionen zu sehr verhaftet. Andere haben wenig personelle und finanzielle Ressourcen ein breites Gemeindeleben anzubieten. Wieder andere kreisen zu sehr um sich selbst oder sind zu abhängig von einzelnen Mitgliedern und hipp und modern sind gewöhnliche Gemeinden natürlich überhaupt nicht… Und natürlich gibt es noch ganz andere Baustellen.

Und dennoch: es ist wichtig und ein großer Segen, dass es so viele gewöhnliche Gemeinden gibt! Wenn du zu so einer Gemeinde gehörst, dann schätze sie, fördere sie und sei dankbar für deine Gemeinde! Und wenn du zu einer anderen – nicht ganz so gewöhnlichen Gemeinde gehörst – dann hüte dich vor Hochmut und geistlicher Arroganz diesen gewöhnlichen Gemeinden gegenüber.

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Bist du gut gerüstet?

„Und er sprach zu ihnen: Als ich euch ausgesandt habe ohne Geldbeutel, ohne Tasche und ohne Schuhe, habt ihr da je Mangel gehabt? Sie sprachen: Niemals. 36 Da sprach er zu ihnen: Aber nun, wer einen Geldbeutel hat, der nehme ihn, desgleichen auch die Tasche, und wer’s nicht hat, verkaufe seinen Mantel und kaufe ein Schwert. 37 Denn ich sage euch: Es muß das an mir vollendet werden, was geschrieben steht: »Er ist zu den Übeltätern gerechnet worden.« Denn was von mir geschrieben ist, das wird vollendet. 38 Sie sprachen aber: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug.“ (Lukas 22,35-38)

Das Wunder des Glaubens

Kurz vor seiner Passion erinnert Jesus seine Jünger an die Zeit als er sie in 2er-Teams ausgesandt hatte (vgl. Lk 10). Damals sollten sie sich ohne Proviant und andere Ausrüstung auf den Weg machen. Und trotzdem haben sie – so bekennen sie es hier freimütig und ohne Einschränkungen – niemals die Erfahrung gemacht, dass die Mangel leiden mussten. War deshalb alles einfach gewesen? Heißt das, dass sie damals nie Ablehnung erlebt hatten? Dass es keinerlei Probleme gab? Dass sie ständig auf Wolke 7 durch die Gegend schwebten?

Nein, ich glaube nicht. Aber wir sehen hier eine Besonderheit der Nachfolge, die auch noch heute gilt: Manches ist zwar schwer im Leben mit Jesus, durch manche Niederlage muss man durch, manches muss einfach ertragen werden und größere Probleme gibt es natürlich auch.  Und trotzdem ist es doch immer so, dass wir in der Rückschau bezeugen können: „Niemals Herr, hast du uns Stich gelassen. Niemals hatten wir zuwenig. Ja, manches schwer, manches hat uns ratlos gemacht und manches war kaum zu tragen. Und doch haben wir niemals erlebt, dass du nicht für uns da warst.“ Das ist das Wunder des Glaubens! Das ist Vorrecht, dass wir erleben können, wenn wir uns auf das Abenteuer Jüngerschaft einlassen.

Eine neue Zeit bricht an

Dann aber – in V. 36 – fordert Jesus sie auf, zukünftig sich doch auszurüsten – mit Geldbeutel, Tasche und sogar Schwert. Ja, diese Ausrüstung ist Jesus so wichtig, dass wir sogar den Mantel verkaufen sollen, um sie uns besorgen zu können. Was meint Jesus hier? Fordert er seine Jünger gar zur Bewaffnung auf?

Nun, ein Blick auf Lk 22,49-51 – aber auch auf andere Stellen im NT – zeigt, dass so eine Deutung nicht richtig sein kann. Ich meine, dass es Jesus hier vielmehr um eine geistliche Ausrüstung geht. Denn bedenken wir an welchem Zeitpunkt wir uns hier befinden: Jesus steht sein Leiden, das Kreuz und die Auferstehung bevor. Dem würde seine Himmelfahrt und Pfingsten mit der Ausgießung des Hl. Geistes folgen. Das Zeitalter der Gemeinde und der Mission würde in Kürze anbrechen. Die Apostel würden erneut von Jesus ausgesandt werden (wie in Lk 10). Dieses mal aber um das Evangelium in die ganze Welt zu bringen. Für diese ungleich größere und schwerere Aufgabe gilt es ausgerüstet zu sein. Für diesen Auftrag braucht es eine geistliche Ausrüstung. Dass wir gut gerüstet sind, ist dabei so wichtig, dass wir dafür alles investieren sollten.

Und an diesem Punkt wird es dann auch für uns konkret. Das Evangelium weiterzugeben ist ein Auftrag, der allen Christen – auch uns – gilt. Die Frage ist: Bist du gut gerüstet dafür? Wie ist um deine geistliche Ausrüstung bestellt? Investierst du in sie? Ist es dir wichtig, in Glaubensdingen zu reifen? Was würde dir helfen, um besser für die Aufgaben ausgerüstet zu sein, in die du von Gott gestellt bist? Welchen „Mantel“ musst du vielleicht verkaufen (V. 36), um dir eine bessere geistliche Ausrüstung zuzulegen?

Hat Jesus Raum in meinem Leben?

Denken wir mal an unsere Jugendzeit zurück. Vermutlich hatten die meisten von uns in ihrem Elternhaus ein eigenes Zimmer. Dort, im eigenen Zimmer durften wir – natürlich in gewissen Grenzen – machen was wir wollten. Wir konnten die Wandfarbe, Bilder und Poster, Möbel und manches mehr selbst auswählen.  Wir waren aber auch verantwortlich, z.B. dafür das eigene Zimmer sauber und ordentlich zu halten. Ein eigenes Zimmer bedeutet also Eigenverantwortung, Freiheit aber auch Privatsphäre. Hier sind wir unbeobachtet, hier dürfen wir ein Stück weit tun und lassen, was wir wollen. Nun stellen wir uns mal vor, damals hätte sich ein guter Freund bzw. eine gute Freundin bei uns im Zimmer einquartieren wollen. Für ein Wochenende und vielleicht auch eine Woche wäre das eine tolle Sache gewesen. Aber wie hätten wir das empfunden, wenn der gute Freund bzw. die gute Freundin auf Dauer in unserem Zimmer hätte wohnen wollen? Vermutlich hätte unsere Begeisterung dann irgendwann wieder abgenommen. Denn klar, Gemeinschaft zu haben ist eine gute Sache. Aber irgendwann wird’s uns vielleicht zu eng und zu viel.

Ähnlich kann es uns auch in unserem Glauben ergehen. Denn Jesus will Raum haben in unserem Leben! Und die Frage ist: Hat Jesus eigentlich Raum in  meinem Leben? Wir sollten diese Frage nicht vorschnell mit „Ja klar“, abhaken, sondern uns das ernsthaft fragen: Hat er wirklich Raum in meinem Leben? Oder lass ich ihn mein Leben vielleicht kurz hineingucken, wie der Jugendliche die Mutter ins eigene Zimmer hineinschauen lässt, um dann doch wieder schnell die Türe zu schließen, damit sie nicht sieht, was sich dahinten in der Ecke alles für ein Zeug auftürmt? Es kann sein, dass wir an sich Jesus in unserem Leben Raum geben wollen, es uns aber irgendwann doch „zuviel“ wird und wir ihn wieder rauskomplementieren, wie den guten Freund, der sich auf Dauer bei uns einrichten will… Denn Fakt ist: schon immer haben sich Menschen schwergetan, Jesus Raum zu geben.

Menschen tun sich schwer, Jesus Raum zu geben

Denken wir nur an die bekannte Weihnachtsgeschichte. Josef kam mit der hochschwangeren Maria nach Bethlehem und war auf der Suche nach einer Unterkunft. Und dann heißt es: „Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.“ (Lk 2,7). Schon bei Jesu Ankunft in dieser Welt tat er sich schwer, Raum bei den Menschen zu finden. Ein ähnliches Bild sehen wir, wenn wir auf das Ende von Jesu Zeit auf dieser Erde schauen. Jesus will mit seinen Jüngern das Passahfest feiern. Aber auch jetzt gibt es eben nicht viele, die bereit sind ihm einen Raum dafür im überfüllten Jerusalem zur Verfügung zu stellen. Jesus schickt darum Petrus und Johannes zu einem Mann, dem sie ausrichten sollen: „Der Meister läßt dir sagen: Wo ist der Raum, in dem ich das Passalamm essen kann mit meinen Jüngern?“ (Lk 22,11) Dieser besondere Mann ist der einzige, der Jesus uns seinen Jüngern einen Raum zur Verfügung stellt. Wer aber nicht mal bereit ist Jesus im wörtlichen Sinne einen Raum zur Verfügung zu stellen, der ist wohl noch viel weniger dazu bereit, ihm Raum zu geben im eigenen Leben. Darum heißt es bei Johannes auch ganz zutreffend: „Er [Jesus] kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf.“ (Joh 1,11)

Wieviel Raum hat Jesus in meinem Leben?

Wie sieht es also bei dir und mir aus im Leben? Hat Jesus eigentlich Raum in  meinem Leben? Sagen wir hier nicht zu schnell „Ja“, nur weil wir uns als Christen verstehen und an Jesus glauben. Zwar ist natürlich die Glaubensentscheidung ganz wichtig. Es ist ganz grundlegend zu sagen: „Ja, Jesus, ich glaube an dich und öffne dir als meinem Herrn mein Leben!“. Und dennoch – auch wenn wir an Jesus bereits glauben – stellt sich die Frage: Wieviel Raum hat Jesus eigentlich wirklich in meinem Leben? Lass ich ihn wirklich hinein in mein Leben? Oder verhalte ich mich eher, wie ein Jugendlicher der genaustens über sein eigenes Zimmer wacht? Darf Jesus vielleicht nur kurz hineinschauen? Oder darf er nur zu bestimmten Zeiten in mein Lebens-Zimmer hineingucken (z.B. Sonntags)? Und darf er auch jede Ecke meines Lebens-Zimmers in Augenschein nehmen? Wie ist das also bei mir?

Wie können wir Jesus mehr Raum geben?

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, hilft es, sich persönliche, tiefgehende Fragen zu stellen. Fragen, die verschiedene Lebensbereichen ansprechen und die wir ehrlich beantworten sollten: „Welchem Raum nimmt die Beschäftigung mit der Bibel in meinem Leben ein? Wieviel Zeit nehme ich mir zum Bibellesen, habe ich die Bibel eigentlich schon mal ganz gelesen?“ Oder: „Wie wichtig ist es für mich, meine Gemeinde zu besuchen? Nehme ich auch anderen Gelegenheiten, Gemeinschaft mit anderen Jesusnachfolgern zu haben, gerne wahr?“ Oder zum Thema Finanzen: „Betrachte ich mich, was mein Geld angeht als Eigentümer oder nur als Verwalter? Wieviel gebe ich für die  Zwecke des Reiches Gottes?“ Oder was das Intimleben betrifft: „Habe ich den Eindruck, dass meine Fantasie durch sexuelle Gedanken zu sehr beschlagnahmt oder verunreinigt wird?   Tue ich diesem Bereich Dinge, die Gott nicht gefallen oder überschreite ich von ihm gesetzte Grenzen?“ Noch vieles weitere ließe sich hinzufügen. Fragen wir uns, welchen Raum wir Jesus in unserem Leben geben. Und bedenken wir: Auch wenn wir hierbei auf Unerfreuliches wie Sünde stoßen, so ist das kein Desaster. Denn Gott vergibt Sünden, die wir bekennen gerne (vgl. 1Joh 1,9). Und vor allem: Nur was ich erkannt habe, kann ich auch überwinden. Und auch dazu sind wir von Gott befähigt (vgl. Röm 6,11-14).

Geben wir Jesus mehr Raum in unserem Leben! Dass er sich in unserem Leben niederlässt, wie ein Mitbewohner im eigenen Zimmer. Jemand, der auf Schritt und Tritt dabei ist. Der uns aber – anders als jeder Mensch – stets den besten Weg führt!

Jona: zwei Aufträge Gottes – zwei Reaktionen

Der Prophet Jona ist dafür bekannt, dass er vor dem Auftrag Gottes zu flüchten versuchte (vgl. Jona 1,1-3). Weniger bekannt ist, dass er in einer anderen Situation dem Auftrag Gottes klar nachkam und die Botschaft Gottes an den Mann brachte. Wir lesen davon in 2Könige 14,23-25: „Im fünfzehnten Jahr Amazjas, des Sohnes des Joasch, des Königs von Juda, wurde Jerobeam, der Sohn des Joasch, König über Israel und regierte zu Samaria einundvierzig Jahre. Und er tat, was dem HERRN mißfiel, und ließ nicht ab von allen Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sündigen machte. Er stellte wieder her das Gebiet Israels von Hamat bis ans Salzmeer nach dem Wort des HERRN, des Gottes Israels, das er geredet hatte durch seinen Knecht Jona, den Sohn Amittais, den Propheten, der von Gat-Hefer war. „

Warum ist Jona in der einen Situation treu, während er in der anderen Situation vor dem Auftrag Gottes zu flüchten versuchte?

Die Antwort liegt auf der Hand: Zu verkündigen, dass Israel verlorengegangenes Gebiet wieder zurückerobern würde (wie in 2Kön 14), war eine positive Botschaft, eine Botschaft die Jona mehr behagte und damit natürlich ein Auftrag ganz nach seinem Geschmack. Nach Ninive zu den gefürchteten Assyrern zu gehen und sie vor dem Gericht Gottes zu warnen, gefiel ihm dagegen überhaupt nicht. Er hatte nicht nur – was verständlich ist – Angst diesen Auftrag auszuführen, sondern er wünschte sich eben auch, dass die Bewohner Ninives nicht vor dem Gericht gewarnt würden, damit sie tatsächlich gerichtet werden (vgl. Jon 4,1-2).

An diesen beiden unterschiedlichen Reaktionen auf zwei verschiedene Aufträge Gottes wird eins deutlich: Wie wir auf Gottes Anordnungen reagieren – ob wir mit Freude folgen, ob wir missmutig folgen oder gar nicht folgen – offenbart den geistlichen Zustand unseres Herzens. Dabei gilt: je herausfordernder Gottes Wort an uns, desto deutlicher tritt ans Licht, dass und wo wir noch Veränderung brauchen.

Soziales Engagement – Hauptaufgabe der Kirchen?

Eine Umfrage im Auftrag von Idea kam kürzlich zu dem Ergebnis, dass die Menschen in Deutschland von den Kirchen in erster Linie soziales Engagement erwarten (43%). Klar, soziales Engagement ist sympathisch und kommt immer und überall gut an. Auch unter freikirchlichen Christen ist die Erwartung an soziales Engagement sehr hoch (48%) und wird nur knapp von der Erwartung, dass die Kirchen den „Zugang zu Gott eröffnen“ (53%), übertroffen.

Nun ist soziales Engagement zweifellos eine sehr gute Sache – und Christen in allen Jahrhunderten haben hier Außerordentliches geleistet. Doch – und das muss in aller Klarheit gesagt werden – der Hauptauftrag der christlichen Gemeinde ist es nicht. Jesus Christus, der Herr der Gemeinde, hat sie ins Leben gerufen, um Jünger zu machen: „Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker.“ (Mt 28,19a). Soziales Engagement bzw. christliche Liebestätigkeit ist also nicht der Kern der Sache. Es erwächst vielmehr aus der Begegnung mit Gottes rettender Gnade in Jesus Christus ganz natürlich und zwangsläufig.

Kirchen und Gemeinden müssen an dieser Stelle aufpassen, sich dem Erwartungsdruck der Gesellschaft nicht zu beugen. Denn klar ist, dass soziales Engagement mit Applaus und öffentlicher Anerkennung bedacht wird, evangelistische Bemühungen dagegen zunehmend als fundamentalistisch empfunden werden. Dennoch sind wir Jesus Christus und seinem Wort verpflichtet und weder den Erwartungen der Mehrheitsgesellschaft noch den Wünschen der eigenen Gemeindemitglieder.

Übrigens: wer Diakonie und soziales Engagement fördern will, muss nicht große Diakoniekonzerne gründen oder der Ortsgemeinde künstlich soziale Projekte überstülpen (die dann womöglich noch auf Kosten evangelistischer Aktivitäten gehen). Vielmehr gilt es das Evangelium von Jesus Christus in den Mittelpunkt des Gemeindelebens zu stellen! D.h. dieses Evangelium zu predigen, diese Botschaft aktiv zu den Menschen zu bringen (ja, durch Worte) und auch den langjährigen Nachfolgern Jesu das Evangelium immer kostbarer zu machen! Denn die Menschen müssen diese einzigartige Liebe Gottes – die sich darin zeigt, dass Gott selbst seinen eigenen Sohn nicht verschonte, sondern ihn für uns dahingab (vgl. Röm 8,32), und zwar als wir noch Sünder waren (Röm 5,8) – persönlich erfahren! Wenn wir von dieser Liebe Gottes, wie sie sich im Evangelium Jesu manifestiert, ergriffen sind, dann werden wir aus Dank und Liebe zu unserem Erlöser ganz natürlich danach trachten, „Gutes zu tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.“ (Gal 6,10).

Zu dem Verhältnis von sozialem Engagement und dem eigentlichen Missionsauftrage Jesu ist übrigens das Buch „Was ist der Missions-Auftrag der Gemeinde Jesu?“ von Greg Gilbert und Kevin DeYoung sehr zu empfehlen!

Nachfolge, weil Jesus vorneweg gegangen ist

Kurz vor Weihnachten stelle ich meistens fest, wie wenig Tage es nur noch sind bis zum großen Fest, und dass ich noch soviel erledigen muss. Ich merke: mir blüht in den nächsten Tagen nun ziemlicher Stress. Und ziemlich schnell nehme ich mir dann vor: „Nächstes Jahr passiert mir das nicht! Nächstes Jahr kümmere ich mich rechtzeitig – am besten schon im Sommer – um diese Dinge.“

Und was passiert im nächsten Jahr? Wieder das gleiche. Ich vergesse es, ich vertage es, ich schieb es raus – und schwupps ist schon wieder Weihnachten und der Stress beginnt erneut. Vielleicht kennst du das – so oder ähnlich – auch. Denn so ist das mit unseren menschlichen Vorhaben und Planungen. So ist das mit unseren guten Vorsätzen. Ganz oft bleibt es nur beim richtigen Gedanken oder der verbalen Ankündigung – aber wir setzen es doch nicht um.

Ganz anders ist es bei Jesus unserem Herrn. Es heißt in Lk 9,51: „Es begab sich aber, als die Zeit erfüllt war  dass er hinweggenommen werden sollte, da wandte er sein Angesicht stracks nach Jerusalem zu wandern.“ Jesus hat Gottes Plan, sein Ziel für sein Leben, Gottes Auftrag für ihn klar vor Augen. Jesus weiß, dass Gottes Plan für ihn ist, hinauf nach Jerusalem zu ziehen, um dort zu leiden und zu sterben am Kreuz von Golgatha. Dieser Vers, er macht uns hier ganz deutlich, dass dieses Leiden Jesu keine unglückliche Fügung war. Es ist nicht irgendwie dumm gelaufen für Jesus, sein Leiden und Sterben war kein Unfall, es war keine Abweichung von Gottes Plan. Nein, ganz im Gegenteil, war es vollumfänglich Gottes Plan, dass Jesus nach Jerusalem ziehen sollte, um dort verworfen, verurteilt und hingerichtet zu werden. Und Jesus weiß das. Er hat diesen Plan Gottes vor Augen – und anders als es oft bei uns ist – setzt er ihn ohne zu zögern, 100% entschlossen, um. „Da wandte er sein Angesicht stracks nach Jerusalem zu wandern.“ Nichts sollte ihn, nichts würde ihn davon abhalten, nach Jerusalem zu gehen, um dort den stellvertretenden Opfertod zu sterben, für alle die an ihn glauben. Jesus ist fest entschlossen, er macht sein Angesicht fest, er wandte sich stracks nach Jerusalem zu wandern, um sein Leben für uns hinzugeben. Ganz bewusst und ganz gezielt.

Hier ist die Basis für alle weiteren Dinge, die man über Nachfolge oder den christlichen Glauben allgemein sagen kann. Jesus stirbt den stellvertretenden Tod am Kreuz aus Liebe – weil er uns retten will. Er trifft den festen Entschluss das zu tun und lässt sich auch von nichts niemandem davon abhalten. Und wir wissen: selbst Petrus sein Jünger wollte ihn daran hindern. Und wir wissen ebenso, wie im Garten Gethsemane die Versuchung da war, den leichteren Weg zu gehen. Aber Jesus blieb treu. Er hat den Plan Gottes vor Augen gehabt und ihn 100% umgesetzt.Darum können wir heute – du und ich – erlöste Menschen sein. Und darum sind wir auch berufen als Jünger Jesu ihm nachzufolgen, seine Ehre zu suchen, uns zu heiligen, von Jesus zu lernen usw. Aus Dankbarkeit und Freude über das, was Jesus getan hat.Einfach, weil Jesus vorneweg gegangen ist.

Wenn du mehr über dieses Thema hören willst, dann hast du die Gelegenheit hier in meine Predigt „Nachfolge, weil Jesus vorneweg gegangen ist“ (Lk 9,51-62) reinzuhören.

Tripp: Krieg der Worte

Jeder Mensch kennt Kommunikationsprobleme. Worte, die nicht so gemeint waren, wie sie beim Gegenüber ankamen oder Situationen, in denen man Sätze ausgesprochen hat, die man nur wenig später am liebsten zurückgenommen hätte. Im Buch Krieg der Worte ist es Paul Tripps Anliegen zu zeigen, wie das Evangelium unsere Kommunikationsprobleme sieht und wie es uns helfen kann diese zu lösen (15).

Im ersten Teil seines Buches („Reden ist nicht billig“) legt Tripp seine theologischen Grundüberlegungen zu diesem Thema dar. Er ist überzeugt, dass Kommunikationsprobleme sich nicht durch „Tricks und Techniken“ lösen lassen, sondern dass sie eine viel tiefergehende Ursache haben. Er erinnert die Leserschaft daran, dass Gott der erste war der menschliche Sprache benutzte: „Als Gott beschloss, sich selbst auf diese Weise zu offenbaren, verlieh er damit der Sprache als dem wichtigsten Transportmittel für Wahrheit einen Ort der höchsten Bedeutung (18)“.

Aber nicht nur Gott offenbart sich durch seine Worte, sondern seine Worte geben auch der gesamten Schöpfung – und somit auch dem Menschen – Identität, Sinn und Ziel. Gottes Worte setzen Grenzen und geben Freiheit, sie offenbaren, definieren, erklären und formen die Welt (21f). Alles was nun der Mensch spricht, soll Gottes Herrlichkeit spiegeln und seinen Normen entsprechen (23f). Dieses Idealbild sieht Tripp in 1Mose 1. Demgegenüber stellt der Autor das Sprechen Satans aus 1Mose 3. Er stellt heraus, dass hier die Autorität der Worte Gottes  das erste Mal in Frage gestellt werden (30). Eine Folge davon sind – neben dem Aufkommen der Lüge und Schuldzuweisungen – viele sich wiedersprechende Stimmen und Interpretationen der Wirklichkeit. Eine sehr erhellende Beobachtung, die gravierende Auswirkungen auf das alltägliche Leben hat: „Wir alle reagieren auf die Menschen und Situationen in unserem Leben nicht auf der Grundlage der Tatsachen. Sondern unsere Reaktionen gründen sich auf Interpretationen dieser Tatsachen. (…) Probleme mit Worten sind oft Probleme der Interpretation. Wir sagen nicht das Richtige, weil wir nicht das Richtige glauben (31).“ Tripp schlussfolgert, „dass unsere Worte ihre Wurzeln nicht nur in den Worten des Herrn, sondern auch in den Worten der Schlange haben (40).“

Tripps Schlüsselerkenntnis ist darum, dass alle Probleme der Kommunikation ihre Ursache im menschlichen Herzen haben: „Wir sind das, was in jeder Situation das Problem ist. Wir sind das stets gleiche Element in allen unseren Kommunikationsproblemen (49).“ Veränderung kann es darum niemals einfach durch neue Kommunikationstechniken geben, sondern nur durch Jesus Christus – das göttliche Wort – und sein Erlösungswerk (50-58).

Im zweiten Teil des Buches („Ein neues Konzept für unsere Sprache“) möchte der Autor eine neue, von der Bibel geprägte Sicht, über Kommunikation vermitteln. Insbesondere die ersten drei der insgesamt sechs Kapitel in diesem zweiten Teil halte ich für sehr hilfreich. Tripp ist überzeugt, dass wir nur dann, wenn wir Gottes souveräne Herrschaft verstehen und uns seiner Herrschaft unterordnen, so sprechen können, wie er es beabsichtigt hat: „Der Kampf der Worte ist im Grunde ein Krieg um die Souveränität (81).“  Was zunächst weit hergeholt wirkt, erweist sich bei näherem Überlegen als sehr schlüssig: „Wenn meine Worte nicht aus einem Herzen kommen, das in seiner Herrschaft ruht, dann kommen sie aus einem Herzen, das nach Kontrolle strebt, damit ich bekommen kann, was ich will (82).“ Tripp führt dann aus, dass Gott souverän und unangefochten über das Universum und alle Einzelheiten unseres Lebens herrscht. Mit seiner Herrschaft verfolgt Gott für sein Volk stets gute Ziele zu seiner Ehre. Den Kampf um die Worte (gerade in den problembeladenen Situationen, in denen so schnell falsche Worte aus unserem Munde kommen), können wir nur dann gewinnen, wenn wir in unserem Herzen den Kampf um die Souveränität bereit gewonnen haben (95). Beeindruckend, wie Tripp dieses oftmals als mehr theoretisch empfundene Konzept der Souveränität Gottes auf dieses alltägliche Thema der Sprache herunterbricht und überzeugend darlegen kann, wie ein von der Bibel erneuertes Denken in diesem Bereich zu einem erneuerten Leben entscheidend beiträgt.

Ferner legt Tripp den Finger in die Wunder wenn er aufzeigt, dass unsere Kommunikationsprobleme ihre Ursache auch in einem falschen Verständnis von Nachfolge haben können: „Viele von uns folgen dem König aus den falschen Gründen (98)“. So sind Menschen einfach deshalb Christen, weil sie in Christus den Einen sehen, der alle ihre gefühlten Bedürfnisse stillen würde (101). Wenn diese Träume nun zerplatzen, äußert sich das häufig in sündhaften Worten. Tripp malt dem Leser nun anschaulich vor Augen, dass alle materiellen und irdischen Segnungen „auf den tieferen und reicheren Segen der Gegenwart des Herrn Jesus Christus in ihrem Leben hinweisen (106).“ Er macht aber auch deutlich, dass Christi Ruf in die Nachfolge bedeutet, die eigenen Pläne aufzugeben und Teil von Gottes Plan zu werden (108). Um den Kampf um die Worte wirklich gewinnen zu können, muss unser Leben allein auf den Herrn gegründet sein (109).

Bedenkenswert sind außerdem noch Tripps Hinweise, dass wir Menschen „für den König“ (115) sprechen sollen. Gott hat uns zu seinen Botschaftern berufen, die ihn repräsentieren sollen: „Unsere Kommunikation muss immer Botschaftercharakter haben (119).“  Das bedeutet, dass wir aus einem „klaren Verständnis der Mission des Königs heraus sprechen (121)“, also dass wir beim Sprechen das Herz im Blick haben. Vor allem aber bedeutet es, dass wir uns beim Sprechen auch der Methoden des Königs bedienen: „Als Botschafter sind wir dazu berufen, die unwirksamen oder gar zerstörerischen Waffen der Welt abzulegen und die Werkzeuge des Evangeliums zu ergreifen (124)“, unter denen Tripp nach 2Kor 5 Selbstaufopferung, Vergebung und Versöhnung versteht. „Menschliche Probleme“, die in aller Regel Streit und Kommunikationsprobleme hervorrufen, „sind Gelegenheiten, die Gott dazu benutzen kann, die Menschen um uns herum in eine vollere und tiefere Gemeinschaft mit ihm zu ziehen (128).“

In den übrigen drei Kapiteln dieses zweiten Hauptteils ermutigt der Autor praktische Schritte vorwärts zu gehen und sich nicht entmutigen zu lassen (Kapitel 8). Er gibt konkrete Hinweise, wie man konfrontative Gespräche biblisch führen kann (Kapitel 9).  Abschließend erinnert er daran, dass wir uns stets auf der Mission des Königs befinden (Kapitel 10).

In Tripps drittem Hauptteil („Den Kampf der Worte gewinnen“) geht es nun darum die neue bibelgemäße Kommunikation umzusetzen. Dazu fordert der Autor den Leser in Kapitel 11 zunächst auf, Buße über die alte Sprechweise zu tun. Tripp beschreibt sehr anschaulich, dass Buße als Ziel ein verändertes Leben hat. Er schlägt vier praktische Schritte vor, um Buße zu tun: 1) Nachdenken über das eigene Herz, 2) Bekennen, 3) Selbstverpflichtung und 4)  Veränderung. Ferner erinnert Tripp seine Leserschaft daran, dass der Kampf um die Worte „eine lange Reise“ (226) ist (Kapitel 12). Er schließt sein Buch mit einigen Ratschlägen ab, wie man „Worte wählen“ (229) sollte: Zunächst gilt es das eigene Herz vorzubereiten und anschließend Worte zu wählen, die den Kriterien Wahrheit, Liebe, Zurückhaltung, Gnade und Vergebung entsprechen.

Die Stärken des Buches liegen meiner Einschätzung nach vor allen Dingen in den ersten Kapiteln. Besonders der erste Teil, in dem Tripp das Grundproblem aller menschlichen Kommunikation überzeugend auf den Sündenfall zurückführt, ist eine außerordentlich wichtige Erkenntnis. Zu Recht betont der Autor immer wieder, dass es beim Überwinden von Kommunikationsproblemen nie nur um „Tricks und Techniken“ gehen kann. Tripp will ausdrücklich an der Wurzel des Problems ansetzen, das er richtig als das menschliche Herz identifiziert. So überzeugend wie er diese Sicht der Dinge darlegt, so sehr vermisst man auf der anderen Seite die Auseinandersetzung mit anderen Standpunkten. Ebenfalls äußerst gelungen sind die ersten Kapitel aus dem zweiten Teil, in dem er „ein neues Konzept“ für unsere Sprache entwickelt. Tripp gelingt es außerordentlich gut, tiefe geistliche Wahrheiten wie die Souveränität Gottes auf das alltägliche Leben herunterzubrechen. Er zeigt so, dass diese dogmatischen Wahrheiten tatsächlich die Lebenspraxis verändert. Was der Mensch glaubt, verändert eben auch sein Handeln! Man ist motiviert – gerade als Pastor und Prediger – die Schrift tiefgehend auszulegen, auch vermeintlich lebensferne Theologie zur Sprache zu bringen, weil sie eben doch die Kraft hat, das Leben gravierend zu verändern.

Auf der anderen Seite muss man leider konstatieren, dass die Qualität des Buchs abnimmt. Gerade die letzten Kapitel, in denen es um die konkrete Umsetzung einer neuen Sprechweise geht, sind keineswegs so stark wie die ersten Kapitel des Buchs. Zwar schließt Tripp jedes Kapitel mit einigen persönlichen Fragestellungen ab, die dazu helfen sollen, das Gelesene umzusetzen. Dennoch sind die Kapitel zur konkreten Umsetzung etwas vage und teilweise zu theoretisch und erklärend. Tripp will keine „Tricks und Techniken“ liefern, aber an dieser Stelle wäre es vielleicht doch angemessen gewesen, konkrete Vorschläge zu machen, wie man eine neue vom Evangelium bestimmte Sprechweise im Alltag einüben kann.

Man beobachtet ferner in der fortlaufenden Lektüre zunehmende Redundanz einiger Gedanken. Hin und wieder drängt sich der Eindruck auf, dass der Autor noch einige Gedanken zu einer Bibelstelle „auf Lager“ hatte – die zwar im Zusammenhang zum Buchthema stehen – aber den Gesamtgedanken kaum weiterentwickeln (z.B. die an sich gute Auslegung von Gal 5,13ff in Kapitel 12, S. 210ff). Das Buch hätte darum sicherlich um einiges kürzer und stringenter ausfallen können.

Insgesamt ist das Buch dennoch ein sehr wichtiges und gelungenes Buch. Allein die ersten 7 Kapitel sind so voller wertvoller und wichtiger Wahrheiten, dass man über die kleinen Mängel in den anderen Kapiteln gut hinwegsehen kann. Das Werk könnte sehr gut in Jüngerschaftsgruppen oder Hauskreisen verwendet werden, wobei hier besonderes Augenmerk auf die Anwendung des Gelesenen gelegt werden sollte. Insbesondere die ersten 6-7 Kapitel wären allerdings auch eine gute Grundlage für eine Predigt- oder Themenreihe, die das allgegenwärtige Thema Kommunikation – das ja auch soviel Not verursacht – aus biblischer Sicht beleuchtet. Darum ist Krieg der Worte auf jedem Fall jedem interessierten Christen zu empfehlen und sollte auf keinem gemeindlichen Büchertisch fehlen