Warum ich gerne Pastor bin

Das „Pastorenamt ist in einer Krise“, so berichtete Idea kürzlich. Das Problem sei, dass die Vorstellungen junger Menschen häufig mit den Anforderungen des Gemeindedienstes kollidierten. Auch in meinem Gemeindebund ist schon seit einigen Jahren immer wieder davon die Rede, dass es zuwenig Nachwuchs gibt. Gleichzeitig nehme ich immer mal wieder – wohlgemerkt nicht überall – wahr, dass es auch die Pastoren selbst sind, die vor allem über die Schattenseiten – die es natürlich gibt (wie in allen anderen Berufen) – des Pastorendaseins reden, und leider gar nicht so viel über die vielen wunderbaren Aspekte. Schade eigentlich.

Ich selbst bin nach meinen theologischen Studien nun bereits seit über 7 Jahren Pastor einer kleinen evangelisch-freikirchlichen Gemeinde im Münsterland. Ich habe es nie bereut diesen Weg eingeschlagen zu haben. Als Pastor in einer Ortsgemeinde zu arbeiten, ist nach meinem Empfinden einer der besten Berufe die es gibt.

Ein Grund, warum ich gerne Pastor bin, ist darin zu finden, dass ich viel Zeit aufwenden darf (und muss), um Gottes Wort in seiner Tiefe zu studieren. Was für ein Privileg ist es doch, Woche für Woche sich in Gottes Wort vertiefen zu können und dafür auch noch die Arbeitszeit aufwenden zu dürfen. Wenn ich Predigten oder Bibelstunden vorbereite, mir für die Jugend etwas überlege oder für einen anderen Kreis, dann bin ich stets derjenige der als erster (und häufig wohl auch am meisten) davon profitiert. Wieviele gute Gedanken, wieviele wertvolle Erkenntnisse, wieviele Impulse für mein ganz persönliches Leben sind mir schon gekommen, als ich in solchen Vorbereitungen steckte. Natürlich, Predigtvorbereitung etc. ist auch harte Arbeit, es ist auch ein Stück Handwerk (mit bestimmten Methoden und Arbeitsschritten), und trotzdem empfinde ich es weitüberwiegend als ein großes Geschenk und ein echtes Privileg, dass ich als Pastor dafür angestellt bin, Gottes Wort zu studieren (um es dann natürlich weiterzugeben).

Es gibt noch viele andere Gründe, warum ich gerne Pastor bin. Ich werde in Zukunft noch mal über den einen oder anderen Grund schreiben.

Advertisements

Petition gegen massenhafte Abtreibungen

Schon vor einer Woche hatte ich darüber geschrieben, dass ein christlicher Chefarzt beschlossen hatte, in seiner Abteilung keine Abtreibungen nach der sogenannten Beratungsregelung mehr durchzuführen. Nach großer öffentlicher Empörung, wo auch mancher von einem „Recht auf Abtreibung“ sprach (das es gar nicht gibt), musste er schließlich seinen Hut nehmen.

Erfreulicherweise hat sich Idea dieses Themas angenommen. Es wurde nicht nur ein sehr guter Kommentar zu dem Vorfall veröffentlicht, sondern auch eine Petition an den Deutschen Bundestag gestartet. Der Bundestag wird dazu aufgefordert „dafür zu sorgen, dass gemäß dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts das Leben ungeborener Kinder wieder umfassend geschützt wird.“ Ich empfehle unbedingt, diese Petition zu unterstützen.

Durch Idea wurde auch bekannt, dass es sich bei dem betreffenden Chefarzt um einen Christen aus dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden handelt. Als Pastor dieses Gemeindebundes freut mich das besonders 🙂 Das wäre eine gute Gelegenheit, dass auch die Leitung unseres Gemeindebundes eine klare, öffentliche Stellungnahme zum Schutz des ungeborenen Lebens abgibt! (Die Evangelische Allianz hat es ja schon längst getan).