Warum das Evangelium eine gute Nachricht auch für Gläubige ist

Evangelium 21 hat vor einigen Tagen einen kurzen, guten Artikel von Jared Compton in deutscher Sprache veröffentlicht. Er erläutert darin, warum das Evangelium eine gute Nachricht auch für schon langjährige Gläubige ist und was das für die Nachfolge Jesu bedeutet:

„Wir dürfen nicht die große Lüge des Teufels glauben, der zufolge der christliche Glaube mit seinem Wachstum in der Tugend voller Entmutigung, zu schwer oder unmöglich und nicht für den gewöhnlichen Christen gedacht ist. Eines unserer größten Probleme als Christen ist, dass wir nicht das wahre Evangelium glauben, sondern in der Tendenz eine kleinere, domestizierte Fälschung davon. Welchen Unterschied macht dieses wahre Evangelium heute also? Lassen Sie mich zwei Beispiele anführen. Nehmen wir einmal an, Sie haben mit Zorn zu kämpfen. Es gibt heute eine gute Nachricht für Sie. Das Evangelium sagt Ihnen, dass Sie trotz dem, was ihr Fleisch – dieser noch nicht ganz erlöste Teil von Ihnen – oder was der Teufel auch schreit, die Mittel haben, jede Versuchung, die Beherrschung zu verlieren, aushalten können. Und jede Befriedigung, die Satan durch einen Wutanfall oder einen wohl platzierten Faustschlag verspricht, ist ein ziemlich leerer Eimer Befriedigung verglichen mit dem Freudenmeer, das aus gerechtem, den Schöpfer ehrendem Verhalten und nicht zuletzt aus dem Lächeln Ihres barmherzigen Gottes und Ihrem Bruder und Heiland Jesus Christus resultiert. Und das Evangelium tut noch mehr mit der Lüge des Teufels. Es erinnert Sie, wie hoch der Preis war, den Jesus bezahlt hat, um Ihnen die Macht zu geben, nicht auszurasten. Zweitens: Nehmen wir an, Sie haben mit Fleischeslust zu kämpfen. Es gibt heute eine gute Nachricht für Sie. Das Evangelium sagt Ihnen, dass Sie trotz dem, was Ihr teufelbewohntes Fleisch sagt, dem Papiertiger Lust keinen Zentimeter entgegenkommen müssen, wenn er gegen Sie stichelt und Sie angreift. Oder, um eine andere Metapher zu nehmen: Das Evangelium entblößt die Versucherin und hinterlässt eine verschrumpelte, warzige, zynische, verbitterte alte Hexe an ihrer Stelle zurück. Das Evangelium stürzt den Götzen der Fleischeslust, indem es Sie daran erinnert, dass dieser Weg zur Freude eine Sackgasse der Enttäuschung ist. Nichts wirklich Freudvolles wird dort gefunden – sondern nur ein grausamer Sklavenhalter, der sein Eigentum um jeden Preis zurück will. Und das Evangelium erinnert Sie, dass Jesus gestorben ist, damit Sie nicht mehr von der Fleischeslust genarrt werden müssen. Es hat Jesus sein Leben gekostet, das möglich zu machen.“

Hier geht es zum ganzen Artikel.

Was steckt hinter der Bibelkritik?

Die Bibelkritik hat sich längst auch in den klassischen Freikirchen bzw. im Evangelikalismus breitgemacht. Ron Kubsch, Dozent am Martin Bucer Seminar, hat ein kleines Büchlein veröffentlicht, indem er Hintergründe und geschichtliche Entwicklungen der Bibelkritik erläutert.

In der Buchbeschreibung heißt es:

„Der niederländische Theologe Herman Bavinck sagte vor rund 100 Jahren über seine Kollegen Folgendes: „Oft haben sie nichts mehr zu predigen,weil die [Kritik] ihnen Kraft und die Herrlichkeitdes Evangeliums geraubt hat … Unzufrieden mit ihrer Lage, suchen viele einen Ausweg, indem sie sich in die Politik, in die Diakonie oder in humanitäre Projekte einbringen und in genau diesem Maße aufhören, Diener des Wortes und Verwalterder Geheimnisse Gottes zu sein.“ Die Bibelkritik hat die Verkündigung des Evangeliums in der Tatenorm geschwächt. Viele Prediger glauben nicht mehr an die Kraft des göttlichen Wortes und verkündigen deshalb ihre eigenen Gedanken und zielen auf Weltverbesserung, Lebenshilfe und billigenTrost ab. In diesem Booklet skizziert Ron Kubsch die Entwicklung der neuzeitlichen Bibelkritik von den Anfängen bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts und geht dabei ebenfalls auf aktuelle Versuche ein, zwischen Vertretern und Gegnern der Bibelkritik zu vermitteln. Er meint: „Überheblichkeit gegenüber dem göttlichen Wort führt immer in eine Sackgasse. Es gibt gute Gründe dafür, der Heiligen Schrift zu vertrauen.““
Dieses kurze Büchlein ist jedem Christen sehr zu empfehlen! Denn nur wer die Hintergründe kennt und versteht, kann gut begründet auch eine andere Position vertreten 🙂
Man kann das kleine Büchlein hier kostenlos als PDF downloaden.