Es braucht Gottes souveränes Eingreifen!

Isaak und Rebekka können keine Kinder bekommen. Das ist nicht nur eine persönliche Tragödie. Nein, es zieht auch Gottes Verheißung in Zweifel. Denn er hatte doch Abraham versprochen, dass er ihm durch Isaak eine unzählbare Nachkommenschaft schenken würde. In meiner ersten Predigt über das Leben Jakobs bin ich auf die Frage eingegangen, darum Rebekka und Isaak erst nach Gebet und Gottes Eingreifen, Kinder geschenkt wurden:

Dadurch wird eins mehr als deutlich: Um Gottes Segenslinie fortzuschreiben, reicht Menschliches nicht aus! Um diesen Empfänger der Verheißung, diesen Nachkommen, ins Leben zu rufen, reicht es nicht aus, dass Isaak und Rebekka wie Mann und Frau zusammenkommen. Nein, Gott selbst muss souverän eingreifen, um seine Segenslinie fortzuschreiben. Gott selbst muss etwas tun, um den Empfänger seiner Verheißung ins Leben zu rufen! Es bedarf Gottes souveränen Eingreifens – das wird hier deutlich!

Und übrigens: Das ist das Muster, das bis auf den heutigen Tag gilt. Wir alle, die wir an Christus glauben, sind ja – so sagt es das NT – weil wir glauben, geistliche Nachkommen Abrahams. Und so wie damals Abrahams Nachkommen – hier sein Enkel – nicht „natürlich“ zustande kam, sondern erst durch das übernatürliche Eingreifen Gottes, genauso ist es auch noch heute. Darum schreibt Petrus: Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da bleibt. (1Petr 1,23) Damit ein Mensch zum Glauben kommt, muss er wiedergeboren werden. Gott selbst muss also in sein Leben treten, der Allmächtige selbst muss eingreifen, der Schöpfer von Himmel und Erde muss einen Geistlich Toten neues Leben einhauchen. Gott muss eingreifen, damit ein Mensch zum Glauben kommt und er darin ein Nachkomme Abrahams wird. Auch unsere Erfahrung bestätigt das ja, dass wir es nicht machen können, dass jemand zum Glauben kommt. Du kannst jemandem immer wieder von Jesus erzählen, ihm die besten Argumente vorbringen, von deinen größten Gebetserhörungen berichten – und trotzdem – wenn Gott nicht eingreift, passiert da gar nichts. Nein, es bedarf Gottes souveränen Eingreifens.

Meine ganze Predigt über 1Mose 25,19-26 „Gefährdete Verheißung – oder: wie Gott seine Pläne souverän verwirklicht“, kannst du hier nachhören.

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PREDIGT: „Was soll dann das Gesetz?“

Ansich würde (hoffentlich) jeder Christ zustimmen, dass wir Menschen allein aufgrund von Gottes Gnade durch Glauben vor Gott gerecht werden. Dass es nicht die Werke, die guten Taten, das vorbildliche Verhalten ist, das vor Gott zählt. Sondern, dass er uns allein durch den Glauben an Jesus Christus erlöst. Das ist das einzigartige am Evangelium! Das ist, was den christlichen Glauben – richtig verstanden – ausmacht! Er, Gott, tut alles – wir tun nichts, nehmen seine Gnade nur noch dankbar im Glauben an.

Und doch regt sich häufig wenn man darüber spricht, eine gewisse Skepsis oder echter Widerstand. Gerade auch im Gespräch mit frommen Leuten ist das so…: Kann das wirklich so sein? Ist das tatsächlich wahr, dass Gott uns allein aus Gnade und Glauben annimmt? Ist das nicht zu einfach, zu billig? Sind nicht gute Taten auch wichtig? Heißt das jetzt, dass wir Gottes Geboten – seinem Gesetz – gar nicht gehorchen brauchen? Dass wir einfach tun und lassen können, was wir wollen? Und wenn meine Errettung einzig und allein daran hängt, was Christus für mich getan hat, warum sollte ich dann überhaupt noch danach streben ein heiliges Leben zu führen?

Kurz gesagt: Sind wir als Christen Gottes Gesetz eigentlich noch in irgendeiner Form verpflichtet? Über dieses spannende und wichtige Thema habe ich am letzten Sonntag gepredigt und wer möchte, darf sich meine Predigt gern anhören: Nur das Evangelium bringt das Gesetz zur rechten Geltung (Gal 3,15-25).

Auch die Predigt von der Woche zuvor ist online und kann nachgehört werden: Nur das Evangelium stets vor Augen halten (Galater 3,1-14) oder wie man auf Abrahams Spuren wandeln kann 😉