Gott fordert nicht mehr als er gibt

„Wir müssen eingestehen, dass Gott im Gnadenbund die Wahrheit der Gnade fordert und nicht nur ein gewisses Maß. Ein Funke Feuer ist genauso Feuer wie das ganze Element. Daher müssen wir die Gnade genau in dem Funken wie in der Flamme erkennen. Alle haben zwar nicht die gleiche Stärke, aber „den gleichen kostbaren Glauben“ (2Petr 1,1) durch den sie die vollkommene Gerechtigkeit Christi ergreifen und anziehen. Eine schwache Hand kann ein wertvolles Juwel hateln. Ein paar Weintrauben werden zeigen, dass die Pflanze ein Weinstock und kein Dornenstrauch ist. Es ist eine Sache, in der Gnade unzulänglich zu sein; eine andere ist es, ganz und gar der Gnade zu ermangeln. Gott weiß, dass wir nichts von uns selbst haben. Deswegen fordert er auch im Gnadenbund nicht mehr ein als er gibt. Aber er gibt, was er einfordert und nimmt an, was er gibt: „Kann sie aber den Preis eines Schafes nicht aufbringen, so nehme sie zwei Turteltauben“ (3Mose 12,8). Was ist das Evangelium anderes als eine barmherzige Entlastung, in welchem der Gehorsam Christi als der unsrige angesehen wird und unsere Sünden auf ihn gelegt werden, ja, worin Gott von einem Richter zum Vater wird, der uns unsere Sünden vergibt und unseren Gehorsam trotz Schwäce und Befleckung anerkennt!“

Richard Sibbes, Geborgen in Ihm, Friedberg: 3L, 2007, 60.

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